NRW: Bauen mit der Sonne boomt

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"Bauen mit der Sonne macht Spaß, schont unsere Umwelt und kann bis zu 800 Mark im Jahr an Energiekosten sparen. Und das bei Baukosten, die im Rahmen der Preise herkömmlicher Häuser und Wohnungen liegen. Solares Bauen hat Zukunft, weil die Sonne die Menschen als ewige Energiequelle emotional und rational positiv anspricht", zeigt sich Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW begeistert. Über 40 Kommunen aus NRW haben seit 1997 Interesse am Leitprojekt "50 Solarsiedlungen in NRW" dokumentiert. Davon haben 14 den Status "Solarsiedlung in Planung" erhalten.


Auf der heutigen Fachtagung "50 Solarsiedlungen in NRW" gibt die Landesinitiative Auskunft über den Erfolg. In Gelsenkirchen-Bismarck und Steinfurt-Borghorst sind die Kernanforderungen an Solarsiedlungen bereits erfüllt. Energetische Voraussetzungen sind die aktive und passive Solarenergienutzung und mindestens der Niedrigenergiehaus-Standard mit einem Jahres-Heizwärmebedarf bis maximal 60 kWh je Quadratmeter. Weitere Anforderungen: Mindestgröße von 20 Eigenheimen oder 30 Wohnungen, flächensparende Bauweise mit ökologischen Baustoffen, Anbindung an eine nahe Infrastruktur und an den öffentlichen Nahverkehr. Wassersparende Armaturen und Toiletten sowie energiesparende Haushaltsgeräte führen den ökologischen Grundgedanken der Siedlungen in den einzelnen Wohnungen fort. In Gelsenkirchen kosten die Häuser schlüsselfertig von 334.000 bis 470.000 DM.


Neben diesen konkreten Siedlungsprojekten unterstützt NRW auch die Produktion und Ausbildung im Solarbereich. Mit der Eröffnung von Europas größter und modernster Solarfabrik in Gelsenkirchen im November 1999 und der Einführung von Ausbildungslehrgängen zum Solarteur in Gladbeck und Gelsenkirchen hat Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Schritt zur breiten Nutzung der Solarenergie bei Privatnutzern und in der Wirtschaft getan.