Überschüsse

Norwegen will deutschen Ökostrom speichern

Der norwegische Stromkonzern Stratkraft will überschüssigen Ökostrom aus Deutschland in norwegischen Stauseen speichern. Deutschland werde mit Windrädern oder Solaranlagen oft mehr Strom produzieren, als das Land verbrauche, sagte Stratkraft-Vorstandsmitglied Steinar Bysveen dem Magazin "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - "Wir können diesen Überschussstrom speichern, indem wir mit elektrisch betriebenen Pumpen Wasser in unsere Stauseen hinaufbefördern", erläuterte Bysveen. "Herrscht in Deutschland Windstille, lassen wir das Wasser wieder ab und treiben Turbinen und Generatoren an."

Ökostrom muss gespeichert werden können

Dem Blatt zufolge benötigt Deutschland für seinen Ökostrom bis 2020 neue Speicher mit einer Leistung von sieben Gigawatt - doppelt so viel wie heute. Bysveen sagte: "Wir können dem Ausland bis zu 20 Gigawatt Leistung liefern, allein mit bestehenden Wasserkraftwerken." Diese Leistung lasse sich noch steigern.

Probleme beim Bau von Stromtrassen

Deutschlands überschüssiger Ökostrom soll durch die Nordsee nach Norwegen geleitet werden. Bysveen räumte ein, es gebe Probleme beim Bau einer der beiden geplanten Stromtrassen. Beim Leitungsprojekt NorGer seien alle Partner bis auf den norwegischen Netzbetreiber Statnett abgesprungen.