Strom-News
InvestitionenDas geplante Ökostromnetz in der Nordsee zwingt die Netzbetreiber zu hohen Investitionen in ihre Netze. Nun befürchten Verbraucherschützer, dass aufgrund der steigenden Kosten bei den Versorgern die Strompreise steigen könnten.
Berlin/München (red) - Wie bereits berichtet, soll in den kommenden zehn Jahren auf dem Grund der Nordsee ein gigantisches länderübergreifendes Stromnetz entstehen. 30 Milliarden Euro werden dafür veranschlagt, allein Deutschland will 40 Meereskraftwerke bauen lassen.
Das deutsche Stromnetz ist für solch einen gigantischen Ausbau erneuerbarer Energien allerdings noch nicht gerüstet. Die Netzbetreiber werden viel Geld in den Ausbau ihrer Netze stecken müssen und zudem mit Umsatzeinbußen im konventionellen Kraftwerksbau zu kämpfen haben, der an Bedeutung verlieren wird.
Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagte jetzt der Rheinischen Post, obwohl die großen Versorger hohe Summen investieren müssten, seien nach derzeitigem Stand keine steigenden Strompreise zu erwarten. Zwar würden sich die Netzbetreiber gewisse Summen von den Kunden zurückkholen, doch der steigende Wettbewerb auf dem Markt werde dies ausgleichen können, so Kemfert.
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