Wintereinbruch

Norditalien kämpft mit Schnee und Stromausfällen

Im norditalienischen Piemont ist der Winter mit Wucht hereingebrochen und hat für Chaos gesorgt. Mehrere Tausend Menschen waren für Stunden ohne Stromversorgung, weil der Schnee die Leitungen zusammenbrechen ließ. Mittlerweile wandert die Wetterfront wohl nach Süden, auch in Rom könnte es weiße Flocken geben. Im Norden wird es dafür frostig kalt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Asti (red) - In Turin blieben die Schulen am Montag geschlossen. Wie das Nachrichtenportal atnews.it berichtet, hat der Bürgermeister von Asti die Einwohner seinerseits gebeten, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken, um die Räumung zu erleichtern. Auch in weiteren Orten gab es ähnliche Anweisungen.

Stromausfall in Tausenden von Haushalten

Am Sonntagmorgen kam es zu Stromausfällen im Süden der Stadt und der Provinz Asti; die Gründe seien noch nicht abschließend geklärt. In einigen Gegenden fiel lediglich das Telefon aus. Der Zivilschutz ist damit beschäftigt, Bäume und Stromleitungen vom Schnee zu befreien. Die Feuerwehr war bereits die ganze vorherige Nacht im Einsatz. Teilweise sei die Versorgung bereits wieder hergestellt, am Sonntagabend waren aber noch immer rund 5000 Haushalte ohne Strom.

Besonders von den Schneefällen betroffen waren neben Asti auch die Regionen um Alessandria, Turin und Verbania, letzteres liegt ein Stück weiter im Norden. Wie andere italienische Medien berichten, soll es insgesamt in etwa 9000 Haushalten Stromausfälle gegeben haben. Teilweise war die Versorgung bis zu 12 Stunden lang unterbrochen.

Winterwetter zieht nach Süden

Seit Samstag hat es nahezu ohne Unterlass geschneit. Bis zu 40 Zentimeter Schnee seien teilweise in wenigen Stunden gefallen. In den ligurischen Alpen und dem Appennin sollen es bis zu 55 Zentimeter gewesen sein, wie eine italienische Nachrichtenagentur schreibt. Jetzt muss sich Süditalien auf harsche Wetterbedingungen einstellen, die Front ist auf dem Weg nach Rom und Neapel. Es wird Schnee schon ab einer Höhe von 200 Metern erwartet. Auch der Norden kann noch nicht ganz aufatmen, neben Eis und Kälte kann es auch hier wieder schneien.