Auf offener See

Nordex und Winkra schließen Offshore-Rahmenvertrag

Für das Offshor-Projekt "Nördliche Pommersche Bucht" haben Nordex und Winkra einen Rahmenvertrag geschlossen. Etwa 42 Kilometer nördlich von Rügen sollen ab dem Jahr 2006 etwa 36 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind erzeugt werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex hat mit der Winkra-Energie GmbH (Hannover) auf der "windtech" einen Rahmenvertrag für die Lieferung von zunächst bis zu 70 Anlagen mit 350 Megawatt Gesamtleistung geschlossen. Die Maschinen sind für das Offshore-Projekt "Nördliche Pommersche Bucht" geplant, das die Partnerunternehmen etwa 42 Kilometer östlich von Rügen in Wassertiefen von 12 bis 20 Metern realisieren wollen. Für die erste Baustufe mit 70 Anlagen soll Nordex bis spätestens 31. Oktober 2006 Windkraftanlagen liefern. In zwei zusätzlichen Ausbaustufen mit jeweils 70 Anlagen plant Winkra, den Park auf etwa 1000 Megawatt zu erweitern. Die Gesamtinvestitionen werden nahezu 1,53 Milliarden Euro betragen.

Die für das Offshore-Projekt vorgesehenen Anlagen entwickelt Nordex derzeit. Jede Turbine wird über eine Nennleistung von fünf Megawatt verfügen und im Rotordurchmesser etwa 115 Meter messen. Schon im Jahr 2003 plant Nordex den ersten Prototyp zu errichten. Nach einer etwa zweieinhalbjährigen, intensiven Testphase soll die Maschine dann ab Oktober 2005 für das Projekt lieferfähig sein. "Für eine zeitgerechte Realisierung des Projektes stehen die Ampeln auf grün. Außerdem haben wir mit der Nordex einen äußerst erfahrenen Partner bei Großanlagen an unserer Seite, der mit seinem Fertigungszentrum in Rostock für den Standort ideal geeignet ist", so Uwe Thomas Carstensen, Geschäftsführer der Winkra-Energie GmbH.

In der Endausbaustufe wird der Offshorepark "Nördliche Pommersche Bucht" etwa 36 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr produzieren. Das entspricht etwa dem durchschnittlichen Stromverbrauch von vier Millionen Bürgern.