Im Aufwind

Nordex: Mehr als drei Gigawatt Windleistung

Anfang November überstieg die installierte Nennleistung der vom Hamburger Windanlagenbauer Nordex weltweit aufgestellten 2.868 Turbinen die Drei-Gigawatt-Marke. Nach Unternehmensangaben werden damit jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (red) - Erst im Jahr 2003 hatte Nordex die 2000-Megawatt-Schallmauer durchbrochen. Wachstumsmotor in den zurückliegenden Jahren war die zunehmende Nachfrage nach Großanlagen im Bereich über zwei Megawatt, so Nordex. Im laufenden Kalenderjahr entfielen bisher mehr als 80 Prozent der neuen Aufträge auf diese Modelle. Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand Nordex: "Im Jahr 2000 haben wir die damals leistungsstärkste Turbine der Welt errichtet."

Beim Neugeschäft dominiert heute zudem das Ausland, erläutert Pedersen. Rund 16 Prozent der neuen Nordex-Projekte stammten aus Deutschland, drei Prozent aus Asien und der Großteil aus dem europäischen Ausland - hier im Schwerpunkt aus Frankreich, Großbritannien und Italien.

Zahlreiche europäische Staaten hätten sich zum Ausbau ihres emissionsfreien Kraftwerksparks verpflichtet. So habe Irland sich das Ziel gesetzt, den Anteil der Erneuerbaren Energien im nationalen Stromnetz bis 2010 von heute fünf Prozent auf 15 Prozent zu erhöhen und dann bis 2020 weiter auf 30 Prozent zu verdoppeln. Auch in Griechenland sei ein vergleichbares Gesetz in Kraft getreten. Strom aus erneuerbaren Energieträgern muss hier einen vorrangigen Netzanschluss erhalten. Frankreich hat sein bereits bestehendes Festpreissystem für Erneuerbare Energie weiter optimiert.

In Asien finden sich in China und Indien die mit Abstand größten Märkte des Kontinents und haben hohe Wachstumspotenziale. Experten halten es für möglich, dass die Neubauleistung in China schon im laufenden Jahr auf bis zu 2000 MW steigt, das würde einem Wachstum von 300 Prozent gegenüber 2005 entsprechen. Bis 2010 soll die installierte Leistung auf 5.000 MW, bis 2020 auf 30.000 Megawatt steigen. Auch Indien, der derzeit größte asiatische Markt, fördert den Ausbau der Windenergie weiter. An dritter Stelle folgt in Asien Japan. Tokio will die installierte Leistung bis 2011 etwa verdreifachen. Wesentliche Triebfeder ist hier die fast vollständige Abhängigkeit von Energieimporten.

Weiterführende Links