Gute Aussichten

Nordex liefert für 23 Millionen Euro Windturbinen

Im Auftrag von Enertrag liefert der Windanlagenhersteller Nordex demnächst 15 Windturbinen im Wert von 22,6 Millionen Euro in die Uckermark. Das Binnenland soll künftig noch mehr für Windparks genutzt werden, da die Kapazitäten in den Küstenregionen nahezu aufgebraucht sind. Erstmals wird auch ein neues Hindernisfeuer eingesetzt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Windanlagenhersteller Nordex liefert 15 Windturbinen in die Uckermark. Auftraggeber ist Enertrag. Die Windräder für 22,6 Millionen Euro sollen an zwei Standorten errichtet werden. Die Maschinen vom Typ S77 verfügen jede über eine Nennleistung von 1500 Kilowatt.

Wegen ihrer Höhe müssen die Anlagen eine leuchtende Flugsicherung haben. Bei den Projekten in der Uckermark wird erstmals an Nordex-Turbinen das Hindernisfeuer "EST 10" zum Einsatz kommen, das Enertrag gemeinsam mit dem Rotorblatthersteller NOI entwickelt hat. Ander als bei den üblichen Gefahrfeuern, die auf dem Maschinenhaus montiert sind, wird das Hindernisfeuer in die Flügelspitzen integriert und schaltet sich beim obersten Rotorblatt in einem Winkel von 120 Grad der Kreisbewegung ein. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die Lichtstärke etwa 160 mal geringer ist als bei den bislang eingesetzten Gefahrenfeuern und somit Anwohner und Tiere im Umfeld des Parks entlastet.

Das Condition Monitoring System, mit dem die Anlagen ausgestattet sind, gehört zu den weiteren Besonderheit des Windparks. Das System soll eine vorbeugende Instandhaltung von Windenergieanlagen ermöglichen. Schon vorher haben Nordex und Enertrag gemeinsam Windpark-Projekte realisiert. Darunter sind auch zwei Parks in Frankreich - einem der wichtigsten europäischen Wachstumsmärkte. Aber auch für das deutschen Binnenland sehen die Unternehmen gute Chancen für einen weiteren Ausbau der Windenergie.