Eigene Blätter

Nordex errichtet neue Rotorblattproduktion in Rostock

In Rostock hat die Nordex AG angefangen, eine neue Fertigungshalle für Rotorblätter zu errichten. Schon im Herbst soll dort die Produktion beginnen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Nordex AG, nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von Windkraftanlagen, hat kürzlich den Grundstein für ihre neue Rotorblattproduktion in Rostock gelegt. Das Investitionsvolumen der 12 000 Quadratmeter großen Fertigungshalle beträgt 31 Millionen DM. Bereits im Herbst soll die Produktion mit etwa 100 Mitarbeitern starten. Bis zum Jahresende 2002 will Nordex dann weitere rund 40 Fachleute qualifizieren und eine Jahresproduktion von 300 Rotorblättern erreichen. Damit deckt die Gesellschaft einen wesentlichen Teil ihres Eigenbedarfs.


"Mit dem Einstieg in die industrielle Flügelproduktion wollen wir einen weiteren Wachstumsimpuls für unser Geschäft setzen. Denn die Kompetenz, eigene Flügel zu entwickeln und herzustellen, ist einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für die Zukunft", erklärt Dietmar Kestner, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG. Bereits Ende 1999 hat das Unternehmen mit der Entwicklung eigener Flügel begonnen. Dabei konzentrierte sich Nordex auf Rotorblätter für Megawatt-Anlagen, dem Marktsegment mit dem stärksten Nachfragewachstum. Der zur Zeit größte Flügel im Programm ist 40 Meter lang und für die Nordex N-80 konstruiert.


Zudem will das Unternehmen 30 Millionen DM in eine 5-Megawatt Anlage investieren, die in erster Linie für den Offshoremarkt entwickelt wird. Ab Anfang 2003 soll der erste Prototyp in Betrieb gehen. Die Rotorblätter für diese Anlage werden etwa 55 Meter lang sein. Kestner: "Die unmittelbare Nachbarschaft zum Seehafen Rostock ist für zukünftige Offshore-Projekte von entscheidender Bedeutung."