15 Nordex N60 Turbinen

Nordex baut ersten Windpark Kolumbiens

Der Norderstedter Windanlagenhersteller Nordex liefert 15 Turbinen des Typs N60/1300 Kilowatt an einen kolumbianischen Energieversorger. Im nächsten Monat sollen die Arbeiten auf der nord-östlich gelegenen Halbinsel Guajira starten und im Oktober wird Nordex die Anlagen vor Ort errichten. Das Projekt "Jepirachi" wird dann der erste netzgebundene Windpark des Landes sein.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Der kolumbianische Energieversorger Empresas Publicas de Medellin (EPM) hat 15 Turbinen des Typs N60/1300 Kilowatt bei der Nordex AG bestellt. Das Auftragsvolumen beträgt knapp 17 Millionen Euro. Im Lieferumfang ist die Errichtung der Anlagen sowie die Wartung und die technische Betriebsführung für ein Jahr enthalten. Während dieser Zeit schult Nordex die Techniker von EPM, die diese Aufgaben anschließend übernehmen.

Schon im Mai 2003 sollen die Arbeiten auf der nord-östlich gelegenen Halbinsel Guajira starten und im Oktober wird Nordex die Anlagen vor Ort errichten. Das Projekt "Jepirachi" wird dann der erste netzgebundene Windpark des Landes sein. Der Name des Windparks stammt aus der Sprache der hier lebenden Wayuu Indianer und bedeutet "Nordostwind". Laut Nordex ist der Standort klimatisch ideal gelegen. In 50 Metern Höhe beträgt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit etwa zehn Meter pro Sekunde.

Der seit 1995 liberalisierte Strommarkt in Kolumbien zeichnet sich laut Nordex durch ein niedriges Preisniveau aus. Alle Kraftwerke mit einer Kapazität über 20 Megawatt, die in das nationale Netz einspeisen, müssen ihre Energie über die Strombörse absetzen. Deshalb war die staatliche Anerkennung des Windparks als "technisches Innovationsprojekt" entscheidend. So ist es für EPM möglich, die Investitionskosten auf den Vorsteuergewinn anzurechnen. Außerdem verhandelt EPM derzeit mit dem Prototype Carbon Fund der Weltbank über einen Zertifikatshandel für die Kohlendioxid-Einsparung.