Stromverbrauch in Europa

Norden verbraucht am meisten Energie

Der statistische Pro-Kopf-Verbrauch lag in Norwegen mit mehr als 26 000 Kilowattstunden in 2002 vier mal höher als der EU-Durchschnitt. Auch in Schweden und Finnland wird nach Angaben des VDEW weit mehr Strom verbraucht als in Deutschland, wo der Pro-Kopf-Verbrauch bei 6500 Kilowattstunden lag.

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Berlin (red) - Die skandinavischen Länder verbrauchen - je Einwohner gerechnet - den meisten Strom in Europa. So lag der statistische Pro-Kopf-Verbrauch in Norwegen mit knapp 26 300 Kilowattstunden vier Mal höher als der EU-Durchschnitt von fast 6700. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach neuesten Angaben für 2002.

Auch der Pro-Kopf-Verbrauch in Schweden und in Finnland habe weit über dem EU-Mittel gelegen. Als Gründe nennt der Branchenverband das kältere Klima und die große Zahl an Elektroheizungen. Der überdurchschnittliche Stromverbrauch hänge außerdem mit dem besonders kostengünstigen Angebot an Wasserkraftstrom zusammen.

Außerdem wirkten sich die Industriestruktur, Effizienz der Technik, Verbrauchergewohnheiten und Wohlstand auf den Stromverbrauch aus. Deutschland liege mit 6500 Kilowattstunden Strom pro Einwohner leicht unter dem EU-Mittel.