Ermittlungen beendet

Niedersächsische Versorger verzichten auf Gaspreiserhöhung

In Niedersachsen wird es vorerst keine weitere Gaspreiserhöhung geben. Das ist das Ergebnis der Vorermittlungen, die die Landeskartellbehörde im niedersächsischen Wirtschaftsministerium gegen 16 Versorger eingeleitet hatte. Vier noch ausstehende Verfahren sollen in Kürze abgeschlossen werden.

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Hannover (red) - Die Landeskartellbehörde im niedersächsischen Wirtschaftsministerium hat die Vorermittlungen gegen 16 niedersächsische Gasversorgungsunternehmen weitgehend abgeschlossen. Zwölf Verfahren wurden nach intensiven Ermittlungen eingestellt.

Sechs Unternehmen sicherten zu, die avisierte weitere Preiserhöhung zum 1. April nicht zu vollziehen und die Preise vorerst bis zum Sommer konstant zu halten. Ein Unternehmen entschied sich nach den Gesprächen, die Preise zum 1. April zu senken. Die noch ausstehenden vier Verfahren werden in Kürze abgeschlossen.

Die im Herbst vergangenen Jahres durchgeführten Preiserhöhungen hatten zu einem landesweiten Gaspreisvergleich geführt. Dabei wurde der Jahresverbrauch von fünf unterschiedlichen Abnahmemengen erfasst. Nach dieser Auswertung leitete die Behörde gegen 20 Prozent der Unternehmen ein Vorermittlungsverfahren ein, da diese im Vergleich zu anderen Unternehmen Auffälligkeiten in der Preisgestaltung aufwiesen. In den Gesprächen mit den Versorgern konnten die Preiserhöhungen z.B. durch besondere Investitionen gerechtfertigt, oder eine Einigung über einen Verzicht auf eine weitere Erhöhung im Frühjahr erreicht werden.

Die Landeskartellbehörde will nun auch in Zukunft regelmäßige Gaspreisvergleiche durchführen.