Hinweise in Dokumentation

Niedersachsens Umweltministerium übersah Asse-Warnung

Das niedersächsische Umweltministerium hätte angeblich schon vor zweieinhalb Jahren über radioaktiv verseuchte Lauge in Asse informiert sein können, übersah jedoch entsprechende Hinweise in einer Dokumentation. Laut der "Neuen Osnabrücker Zeitung" geht das aus dem jetzt vorgelegten Statusbericht der Behörde hervor.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Osnabrück (ddp-nrd/sm) - Danach erhielt das Ministerium 2006 von der damaligen Betreibergesellschaft GSF als Vorgängerin des Helmholtz-Zentrums München einen Bericht für das erste Quartal 2006, in dem die "Einleitung von kontaminierten betrieblichen Lösungen" aus der 750-Meter-Sohle in den Tiefenaufschluss des Bergwerks geschildert wird.

Mit Vorlage dieses Berichts, so heißt es weiter, "hatte das NMU (Niedersächsisches Ministerium für Umwelt) erstmals die Möglichkeit der Kenntnisnahme vom Vorhandensein kontaminierter Betriebslösungen und deren Einleitung in den Tiefenausschluss. Dieser Sachverhalt blieb im NMU jedoch unbemerkt".