Strom-News
EnergiekonzeptNiedersachsen will bis 2020 genauso viel Strom aus Windkraft erzeugen wie verbrauchen. Das sieht ein neues Energiekonzept vor, dessen Entwurf das Landeskabinett in Hannover am Dienstag beschlossen hat. Demnach soll die Windenergie im Jahr 2020 den Verbrauch des Landes rechnerisch komplett decken können.
Hannover/Bonn (dapd/apf/red) - Danach soll die Gesamtleistung von Windkraftanlagen an Land von derzeit 6.800 Megawatt bis 2020 auf 14.300 Megawatt steigen. Offshore erzeugten Strom einbezogen, könne die Windenergie den Verbrauch "im Jahr 2020 rein rechnerisch vollständig decken", heißt es im Konzept.
Ministerpräsident David McAllister will das Konzept zum Ausbau der Windkraft am Mittwoch der Regierungskommission Klimaschutz vorstellen. Er erwartet eine "breite gesamtgesellschaftliche Debatte".
Unterdessen hat der Deutsche Naturschutzring (DNR) einen Ausbau von Windkraftanlagen in deutschen Wäldern gefordert. Angesichts der großen Bedeutung der erneuerbaren Energien "sollte künftig der Bau von Windkraftanlagen in intensiv genutzten Wirtschaftswäldern mit einer geringen ökologischen Bedeutung stärker als bisher in Erwägung gezogen werden", erklärte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen am Dienstag in Bonn. Bisher gebe es erst wenige Windkraftanlagen in deutschen Wäldern. Dabei sei es mittlerweile bereits möglich, Windräder mit einer Höhe von bis zu 200 Metern zu bauen, die sich sich weit über den Baumwipfeln drehten.
Ohne Waldstandorte würden insbesondere waldreiche Bundesländer "ihre ehrgeizigen Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht erreichen können", erklärte der zuständige Referatsleiter im Bundesumweltministerium, Torsten Bischoff. Allerdings müsse zum Thema Windkraft im Wald noch weiter geforscht werden. In Deutschland gibt es rund elf Millionen Hektar Wald. Das entspricht knapp einem Drittel der gesamten Fläche der Bundesrepublik.
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Ein Architektenteam aus Freiburg plant, Strommasten zu kleinen Windrädern umzufunktionieren. Bereits im Juli hatte der Freiburger Architekt Wolfgang Frey in den Medien Pläne für "kleine Windräder" vorgelegt, die man problemlos auf Strommasten oder auch an großen Bäumen anbringen kann.
Der Energiedienstleister EnviaM investiert in erneuerbare Energien. Dazu gehört auch der Netzausbau, dessen Kosten über ein Bürger-Beteiligungsmodell an Windparks teilweise refinanziert werden sollen. Kunden des Versorgers, aber auch Nichtkunden, können Anteile zwischen 1000 und 20.000 Euro erwerben.
Die rot-grüne Landesregierung will den Bau von Windkraftanlagen in rheinland-pfälzischen Wäldern vorantreiben. Laut Landesregierung soll bis 2020 die Stromerzeugung aus Windkraft verfünffacht werden. Dazu bieten sich die bewaldeten Höhenlagen besonders an.
In der Nordsee entsteht ein weiterer Offshore-Windpark. Am Donnerstag soll mit dem Bau des Parks "Borkum West II" begonnen werden. Der Offshore-Windpark soll 45 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Borkum in einer Wassertiefe von 30 Metern entstehen.
Saarländische Städte und Gemeinden dürfen künftig selbst über den Bau und die Standorte von neuen Windkraftanlagen entscheiden. Eine entsprechende Regelung verabschiedete der Landtag am Mittwoch, wie das Umweltministerium in Saarbrücken mitteilte.Strompreise vergleichen
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