Pläne

Niedersachsen will Einsatz von Miniwindkraftanlagen fördern

Mit einer parlamentarischen Initiative will die CDU im niedersächsischen Landtag den Einsatz von Miniwindkraftanlagen fördern. Vor allem solle das Genehmigungsverfahren für den Bau solcher Anlagen in Niedersachsen vereinfacht werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/red) - Das teilten Fraktionsvize Karl-Heinrich Langspecht und der umweltpolitische Sprecher Martin Bäumer vergangene Woche in Hannover mit. Derzeit ist das Prozedere recht komplex: Neben Projektbeschreibungen, Karten und Zeichnungen müssen unter anderem mehrere Gutachten eingereicht werden.

Darüber hinaus müsse geprüft werden, ob für kleine Anlagen die gleichen Vergütungssätze wie für große gelten sollten oder ob nicht mit einer höheren Vergütung der Ausbau dieses Marktsegments beschleunigt werden könne, sagte Bäumer. Dies gelte es bei der nächsten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sorgfältig abzuwägen.

Kleinwindkraftanlagen sind zwischen 2 und 30 Meter groß und dienen in der Regel der Eigenversorgung. Je nach Größe können sie bis zu 10 Kilowatt Leistung liefern. Wer eine solche Anlage kaufen will, zahlt pro Kilowatt Leistung zwischen 2500 und 8000 Euro. Zum Vergleich: Großanlagen bringen bis zu fünf Megawatt Leistung, kosten aber umgerechnet nur rund 1000 Euro pro Kilowatt.

Die CDU-Politiker Langspecht und Bäumer sehen in den kleinen Windkraftanlagen einen weiteren Beitrag zur ressourcenschonenden Energieversorgung. Kritiker warnen indes vor einer "Verspargelung" der Landschaft bei einer zu starken Verbreitung kleiner wie großer Windräder.