Untersuchung

Niedersachsen: Landtags-Anhörung zur Häufung von Leukämiefällen

Die auffällig häufigen Leukämieerkrankungen in der Elbmarsch beschäftigen demnächst den niedersächsischen Landtag. Auf Initiative der Grünen beschloss der Sozialausschuss am Mittwoch eine Experten-Anhörung zu diesem Thema. Danach werde der Ausschuss gegebenenfalls weitere Untersuchungen beauftragen.

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Hannover (ddp-nrd/sm) - "Ich bin zuversichtlich, dass jetzt mehr Licht in das Dunkel rund um die Leukämieerkrankungen und die Vorgänge im Zusammenhang mit den Funden der mysteriösen Kügelchen in der Elbmarsch kommt", sagte der atompolitische Grünen-Sprecher Andreas Meihsies in Hannover.

Die Ursache für die Häufung von Leukämieerkrankungen in der Elbmarsch ist nach Ansicht der Bundesregierung unklar. Im Oktober hatte sie in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion erklärt, dass es keine Belege dafür gebe, dass das nahe gelegene Kernkraftwerk Krümmel etwas mit den Erkrankungen zu tun habe. Eine zufällige Leukämiehäufung sei zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.

Seit 1989 sind bereits 16 Kinder in der Umgebung des Kernkraftwerkes Krümmel und der Kernforschungsanlage GKSS in Geesthacht an der schweren Blutkrankheit erkrankt. Bei Bodenproben in der Elbmarsch waren unter anderem "Kügelchen" mit angereichertem Uran gefunden worden.