Licht und Schatten

Niedersachsen lässt Solaroffensive planmäßig auslaufen

Weil das Potenziel seines Bundeslandes nach Meinung des niedersächsischen Umeltministers Hans-Heinrich Sander in der Wind- und der Bioenergie liegt, will er die 1999 gestartete Solaroffensive zum Ende des Jahres planmäßig auslaufen lassen. Ab 2004 sollen dann wirtschaftsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von mittelständischen Unternehmen gefördert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die niedersächsische Landesregierung wird die 1999 gestartete Solaroffensive zum Ausbau der erneuerbare Energien planmäßig Ende 2003 auslaufen lassen. Umweltminister Hans-Heinrich Sander (CDU): "Bei der Beurteilung der Solaroffensive sind - wie so oft im Leben - Licht und Schatten eng beieinander: Auf der Aktivseite steht, dass es mit ihr gelungen ist, einige innovative Fotovoltaik-Modell- und -Demonstrationsvorhaben in Niedersachsen zu errichten, die bundesweite Anerkennung erfahren haben. Das war es dann aber auch schon!"

Potenzial liegt in Wind und Bioenergie

Die Sonne scheine in Niedersachsen nun mal nicht so oft und intensiv wie in Süddeutschland, erläuterte Sander weiter. "Das Potenzial des Landes liegt in der Wind- und der Bioenergie. Dies gilt es, vorrangig auszubauen. Bei der Fotovoltaik können wir auch auf lange Sicht nur zweiter Sieger sein." Zudem seien bei der Konzeption und der Durchführung durch die damalige sozialdemokratische Landesregierung schwere Fehler gemacht worden, so dass die Solaroffensive einen Investitionsstau produzierte. "Mit einer Solaroffensive II würden wir nicht niedersächsische, sondern japanische, englische und amerikanische Hersteller fördern, die schon jetzt den heimischen Fotovoltaikmarkt beherrschen", sagte Sander weiter.

Förderung wird umgestellt

Das niedersächsische Umweltministerium will deshalb die Förderung ab 2004 umstellen. Die zur Verfügung stehenden Zuschuss- und Darlehensmittel sollen dann für wirtschaftsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von mittelständischen Unternehmen im Bereich der Energie und des Klimaschutzes eingesetzt werden. "Wir versprechen uns dadurch wesentliche Vorteile beim zielgerechten Einsatz der Mittel, denn die Förderung unterstützt mittelständische Betriebe, die auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien arbeiten, bei der Entwicklung neuer Produkte, die ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken", machte Sander abschließend deutlich.