Belastungsfrage

Niedersachsen fordert Löwenanteil des Atom-Geldes

Das Geld, das durch eine längere Laufzeit von Atomkraftwerken und eine mögliche Brennelemente-Steuer in die Staatskassen gespült wird, sollte vor allem nach Niedersachsen fließen, findet der dortige Umweltminister. Zur Begründung wird unter anderem die besondere Belastung des Landes durch Asse, Konrad und Gorleben genannt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Oldenburg (ddp/red) - Deshalb fordert der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) einen großen Anteil an einer möglichen Atomsteuer ein. "Wichtig ist es, dass die Bundesregierung Mittel in nennenswertem Umfang für die Forschung und Entwicklung der Erneuerbaren Energien - insbesondere der Netz- und Speichertechnologien - zur Verfügung stellt", sagte Sander der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Mittwochsausgabe). "Und diese Gelder müssen nach Niedersachsen fließen."

Niedersachsen habe nicht nur eine hervorragende Forschungslandschaft, sondern sei zudem durch Asse, Konrad und Gorleben besonders belastet. "Mit der vorgesehenen Brennelementesteuer sollen jährlich 2,3 Milliarden Euro eingenommen werden. Für mich steht fest: Ein wesentlicher Teil dieser Einnahmen muss den Erneuerbaren zu Gute kommen", sagte Sander.