Strommärkte in der EU

Niederlande wollen mehr Strom-Wettbewerb

Bisher dürfen nur Kunden mit einer Leistungsaufnahme von zwei Megawatt in den Niederlanden den Stromanbieter wechseln, der Strommarkt ist zu 33 Prozent geöffnet. Die vollständige Öffnung soll jetzt schneller gehen als geplant.

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Die Niederlande wollen die Öffnung ihres Strommarktes beschleunigen: Die 6,4 Millionen Haushalte sollen nicht - wie ursprünglich geplant - erst ab 2007, sondern ab 2004 ihren Strom- und Gaslieferanten frei wählen können. Das erklärt Jan Korff, Vorsitzender des Verbandes der niederländischen Energieversorger (EnergieNed), Arnheim, im VDEW-Jahresbericht 2000.


Die Liberalisierung werde in anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, energisch vorangetrieben. Deshalb "wird mit Nachdruck die Möglichkeit verfolgt, den Zeitplan für die Haushalte in den Niederlanden um ein weiteres Jahr auf 2003 zu verkürzen", so Jan Korff weiter. Bisher sind europaweit erst in Deutschland, Finnland, Schweden und Großbritannien die Strommärkte zu 100 Prozent geöffnet. In allen anderen EU-Ländern benötigt man einen gewissen Stromverbrauch, um sich den Anbieter schon jetzt aussuchen zu können.