Unwetter

Niederbayern: Viele Haushalte wegen Hochwasser ohne Strom

Die Unwetter haben viele Orte in Niederbayern besonders hart getroffen. Dort sind immer noch einige Gemeinden teilweise vom Stromnetz abgeschnitten. Die Trinkwasserversorgung wird mancherorts über Wassertanks geregelt.

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Simbach/Triftern/Tann/ Pfarrkirchen - In den vom Hochwasser betroffenen Orten in Niederbayern harren viele Bewohner noch immer ohne Strom aus. Wie viele betroffen sind, konnte die Polizei am Donnerstag nicht sagen. Am Mittwochabend seien es noch rund 10.000 Haushalte gewesen, die Situation habe sich über Nacht aber etwas verbessert, sagte Sprecher Michael Emmer.

Mehrere Orte sind teilweise ohne Strom

Die Ortschaften Triftern, Julbach, Kirchdorf am Inn, Postmünster, Reut, Stammham, Zeilarn und Tann sind nach Angaben des Netzbetreibers Bayernwerk immer noch teilweise vom Strometz abgeschnitten. Emmer berichtete von Bewohnern, die Stromkabel über mehrere hundert Meter zu ihren Nachbarn gelegt hätten, um auszuhelfen. Probleme mit der Trinkwasserversorgung seien der Polizei hingegen nicht bekannt. Eine private Firma habe in Tanks 25.000 Liter für die betroffene Region zur Verfügung gestellt, sagte Emmer.

Feuerwehr Rottal-Inn: Suche nach Vermissten steht im Vordergrund

Nach Angaben der Feuerwehr Rottal-Inn in Pfarrkirchen soll es noch Tage dauern, ehe die Wasser- und Stromversorgung wieder hergestellt ist. "Wir sind dabei, die Lücken zu schließen und stellen Wasseraufbereitungsanlagen auf", sagte Johann Prex von der Feuerwehr am Donnerstag in Pfarrkirchen. Zudem müssten die vom Heizöl verschmutzten Keller geräumt werden. Vorrangig ist nach Angaben von Prex die Suche nach den Vermissten und die Sicherung der Gebäude, die einsturzgefährdet sind. Bei den mehr als 2.000 Einsatzkräften habe es keine Verletzten gegeben.

Quelle: DPA