Strom-News
TestergebnisDass nicht jeder Ökostromtarif auch wirklich der Umwelt dient, berichtet die Zeitschrift "test" in ihrer neuen Februar-Ausgabe nach der Untersuchung von insgesamt 19 Angeboten. Nur in zwei von drei Fällen zeigt sich demnach auch ein Nutzen für die Umwelt. Manche Ökostromanbieter verkaufen zusätzlich auch Atom- oder Kohlestrom.
Berlin (AFP/red) - Der Umweltnutzen entsteht erst, wenn der Ökostromtarif konventionellen Strom vom Markt verdrängt, der Anbieter also den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringt.
Nur 13 der 19 untersuchten Ökostromtarife sorgen laut "test" dafür, dass die Anbieter zum Beispiel in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen investieren. Wer zudem möchte, dass sein Geld nicht an ein Unternehmen geht, das auch Atom- und Kohlestrom verkauft, sollte sich an einen unabhängigen Ökostromanbieter halten. Das ist nur bei vier der geprüften Anbieter der Fall. Dennoch gibt es nach Angaben der Experten auch bei konventionellen Energieversorgern Tarife, die ein sehr starkes oder starkes ökologisches Engagement des Anbieters erkennen lassen. Sieben engagieren sich hingegen nur schwach.
Ökostrom ist laut Stiftung Warentest sogar häufig günstiger als Normalstrom. Wer noch nie seinen Stromtarif gewechselt hat, steckt in der Grundversorgung, dem meist teuersten Tarif. Im Januar 2012 zahlt eine Familie mit 4.000 Kilowattstunden Stromverbrauch im Grundversorgungstarif des örtlichen Stromanbieters im Schnitt 1.046 Euro - für einen Ökotarif mit Gütesiegel dagegen nur 1.010 Euro.
In unserem Stromtarifrechner haben Sie die Möglichkeit, sich nur Anbieter von Ökostrom anzeigen zu lassen. Zudem bieten wir eine Übersicht an, welche Gütesiegel konkret welche Versprechen beinhalten - und worauf man dabei achten sollte.
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Der Energieanbieter LichtBlick erhöht zum 1. März 2012 den Preis für Ökostrom um etwa zwei Prozent. Grund für die Erhöhung sind laut Lichtblick steigende Netznutzungsentgelte und die neue Umlage, die energieintensive Unternehmen entlastet. Man gebe aber nur einen Teil der Mehrkosten weiter, da die Einkaufspreise gesunken seien. Ökostrom von LichtBlick ist nach dem ok-power-Label zertifiziert.
Die französische Energieindustrie hat vom deutschen Atomausstieg profitiert. Frankreich habe im vergangenen Jahr 10,8 Terawattstunden Strom in das Nachbarland exportiert, teilte der Stromnetzbetreiber RTE am Donnerstag in seiner Jahresbilanz mit. Durch den Atomausstieg wurde mehr Strom exportiert als eingeführt.
Ökostrom kann auch durchaus negative Folgen für die Umwelt haben, wie man am Beispiel des Pumpspeicherkraftwerks in Geesthacht an der Elbe sehen kann. Das Kraftwerk dient der Stromversorgung zu Spitzenlastzeiten und speichert Energie aus regenerativen Quellen. Doch durch die Turbinen wird nicht nur Wasser angesaugt, sondern auch Fische.
Die tschechischen Stromnetze müssen derzeit viel aushalten: Durch den deutschen Atomausstieg fließt eine große Menge an Ökostrom durch die Netze, die nicht auf diese schwankende Belastung ausgelegt sind. Nach Polen klagt jetzt also ein weiteres Nachbarland über die Probleme mit der deutschen Energiewende.
Die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg will die erneuerbaren Energien deutlich ausbauen. Bis zum Jahr 2020 soll ihr Anteil an der Stromerzeugung auf rund 38 Prozent erhöht werden, wie Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Montag in Stuttgart mitteilte. Das sei mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu 2010.Strompreise vergleichen
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