Luftschadstoffe

Nicht jeder Brennstoff ist für Kamin- oder Kachelöfen geeignet

Heizen mit Holz ist klimafreundlich. Beim Verbrennen entsteht nur soviel Kohlendioxid, wie die Bäume vorher beim Wachstum gebunden haben. Werden jedoch falsche Brennstoffe eingesetzt, stoßen Holzheizungen große Mengen gefährlicher Luftschadstoffe aus. Darauf macht das Umweltbundesamt (UBA) aufmerksam.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Dessau (ddp.djn/sm) - Das UBA veröffentlichte jetzt den kostenlosen Ratgeber "Heizen mit Holz", der alles Wissenswerte rund um Kamin- und Kachelöfen erläutert.

Mit qualitativ hochwertigem Holz, einer technisch einwandfreien Heizung und einer sparsamen Nutzung lassen sich die Emissionen der Holzöfen und -kessel entscheidend senken. Welche Brennstoffe in Kaminöfen, Kachelöfen und ähnlichen Anlagen erlaubt sind, legt die "Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen" fest. Bei Anlagen für feste Brennstoffe sind Scheitholz, Holzbriketts und Holzpellets sowie Braun- und Steinkohle erlaubt.

Daneben bietet der Brennstoffhandel auch sogenannte Paraffin-Brennscheite an. Diese quaderförmigen Blöcke bestehen in der Regel aus einer Mischung aus Sägespänen und einer erheblichen Menge Paraffin. Das UBA weist eindringlich darauf hin, dass solche Scheite nicht in Kaminen, Kachelöfen und ähnlichen Anlagen verwendet werden dürfen.

Wer dennoch Brennscheite mit hohen Paraffinanteilen in seinem Ofen verbrennt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern kann sich weitere Probleme einhandeln, zum Beispiel mit den Nachbarn. Der Staubausstoß eines Kaminofens, der mit Paraffinbrennscheiten betrieben wird, kann bis zu acht Mal so hoch sein, wie bei der Verbrennung trockenen Scheitholzes. Außerdem kann es zu Geruchsbelästigungen kommen. Auch Sicherheitsprobleme sind nicht auszuschließen.

Die Broschüre kann per Fax unter 01888/305-3356, per Email unter uba@broschuerenversand.de oder im Internet unter umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf bestellt werden.