Rettung gescheitert

NEVAG übernimmt insolvente FRISIA nicht

Der Windkraftanlagenhersteller FRISIA ist wegen technischer Probleme an seinen Anlagen zahlungsunfähig geworden. Die Muttergesellschaft NEVAG hat jetzt mitgeteilt, das Unternehmen nicht zu übernehmen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bei der NEVAG-Tochtergesellschaft FRISIA Windkraftanlagen Produktion GmbH haben technische Probleme an beiden Baureihen zu Millionenverlusten und zum Insolvenzantrag geführt. Bis Januar wird das Mindener Unternehmen neun weitere Anlagen ausliefern.

Richard van Egdom, Vorstand der NEVAG neue energie verbund AG: "Nach dem Managementwechsel im Sommer haben wir zunächst alles versucht, um das Unternehmen mit seinen etwa 60 Arbeitsplätzen zu retten. Die technischen und finanziellen Altlasten waren jedoch zu groß und die Produktpalette mit 750- und 850 kW-Anlagen auf einem von Megawattanlagen dominierten Markt nicht mehr zeitgemäß." Aus diesem Grund wird die NEVAG nicht die Rechtsnachfolge der FRISIA antreten. Ein Teil der FRISIA-Mitarbeiter soll jedoch in einer neugegründeten Gesellschaft weiter beschäftigt werden, die sich zukünftig um den Betrieb und die Wartung bestehender FRISIA-Windkraftanlagen kümmert.