Abwarten?!

Neues von der DSA: Ärger in Oldenburg und Garbsen

Weil die Hamburger DSA "ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt" haben die Oldenburger EWE AG und die Stadtwerke Garbsen den Kunden die Notstromversorgung angekündigt. Die DSA hat jedoch zugesagt, die Probleme in den nächsten Tagen klären zu wollen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Wie die Redaktion des strom magazins jetzt erfuhr, steht den DSA-Kunden im Netzgebiet der EWE in Oldenburg und im Gebiet der Stadtwerke Garbsen die Notstromversorgung ins Haus. Beide Energieversorger haben mitgeteilt, die Kooperationsverträge mit dem Hamburger Stromversorger zu kündigen, weil die DSA ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkäme.

Zwar müssen die Kunden nicht damit rechnen, dass ihnen der Strom abgestellt wird. Sie fallen allerdings zurück in die sogenannte Notstromversorgung und zahlen für diesen Zeitraum den zumeist teuren "Allgemeinen Tarif". Sie können nun entscheiden, ob sie ein neues Vertragsverhältnis mit dem Regionalversorger eingehen oder sich erneut einen anderen Stromanbieter suchen. Die meisten Stromversorger ermöglichen eine Kündigung der Notstromversorgung nach drei Monaten, es können jedoch auch zwölf sein. "Wir können den Kunden nur raten, noch etwa zehn Tage abzuwarten. Wir versuchen den alten Zustand so schnell wie möglich wieder herzustellen", versicherte Klaus Aundrup, Vertriebsleiter der DSA, gegenüber dem strom magazin. Seinen Erklärungen zufolge seien die betroffenen Unternehmen gebeten worden, verschiedene Kundendaten zu übermitteln, da es in Folge der Übernahme der ehemaligen abos- und Zweitausend Stromvertrieb-Kunden noch immer Unstimmigkeiten im Datenbestand gibt. "Die Unternehmen waren nicht bereit, mit uns zusammenzuarbeiten, da haben wir die Zahlungen gestoppt", erklärte Aundrup die aktuelle Situation. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Probleme in den nächsten Tagen gelöst werden können und die Kunden anschließend weiter mit Strom von der DSA versorgt werden.

Die Oldenburger EWE AG hingegen dementierte Datenübermittlungsprobleme: "Wir liefern alle Daten pünktlich", versicherte Karl Hackstette, EWE-Pressesprecher, im Telefongespräch mit dem strom magazin. Die DSA sei mehrfach wegen schleppender Zahlungen gemahnt worden und als trotzdem nichts passierte, wurde der Vertrag zum 14. November fristlos gekündigt. Nach Auskünften von Hackstette sind im EWE-Gebiet etwa 600 Kunden betroffen. Allerdings zeigte man sich weiter gesprächsbereit. Voraussetzung sei allerdings, dass die DSA zahle. Und auch die Stadtwerke Garbsen zeigten sich kompromissbereit: "Die DSA hat eine Zahlung noch in dieser Woche anvisiert. Bis dahin warten wir ab", sagte Detlef Grunwald, Leiter Vertrieb und Marketing bei den Stadtwerken Garbsen, gegenüber dem strom magazin.