Zertifizierung von Modulen

Neues Testlabor für Solartechnik in Erfurt

Ein Testlabor für Solartechnik ist am Mittwoch in Erfurt in Betrieb genommen worden. Es soll in erster Linie die Zertifizierung von Photovoltaikmodulen ermöglichen, wie die Betreiber CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH und TÜV Thüringen mitteilten.

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Erfurt (ddp-lth/red) - Mit dem "Solartestlab" werde die Wertschöpfungskette der Photovoltaikindustrie in Thüringen durch einen Qualitätsnachweis für die Produkte abgeschlossen, sagte der Vorstandsvorsitzende des TÜV Thüringen, Bernd Moser. Weltweit gebe es 23 solcher Testlabors, nur 4 in Deutschland. Mit dem Labor in Erfurt könnten die Wartezeiten für die Zertifizierung verkürzt und der Wettbewerb verstärkt werden.

Lange Lebensdauer von Solarzellen nachweisen

Der Sprecher des Clusters Solarvalley Mitteldeutschland, Hubert Aulich, sagte, es sei ein wichtiges Ziel der Branche, die Lebensdauer von Solarzellen auf 25 bis 30 Jahre zu verlängern. Das Labor müsse jetzt Verfahren entwickeln, mit denen nachgewiesen wird, dass die Zellen tatsächlich so lange halten. Die Verlängerung der Lebensdauer von Solarzellen sei zudem ein wichtiger Faktor zur Senkung der Kosten für die Gewinnung von Solarstrom, sagte Aulich, der auch Vorstand des Solarzellenherstellers PV Crystalox ist.

Standardisierte Qualitätsprüfung und Zertifizierung

Als eine Brücke zwischen Hersteller und Verbraucher, die Vertrauen in die Qualität der Photovoltaikprodukte schafft, bezeichnete der Vorstand der ersol Solar Energy AG, Volker Nadenau, das Labor. Mit der Einrichtung gewinne der Solarstandort Thüringen deutlich an Qualität. Die Unternehmen bräuchten eine standardisierte Qualitätsprüfung und Zertifizierung. Die bekomme man durch das Labor.