E10-Sprit

Neues Superbenzin lasse Verbrauch um fünf Prozent steigen

Der Bio-Kraftstoff E10 steigert offenbar den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent. Das gehe aus einem Vergleichstest mit herkömmlichem Benzin hervor, den ein Fachmagazin durchgeführt hat. Danach wäre der ökologische Effekt der neuen Spritsorte durch den gestiegenen Verbrauch gleich null.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Das Ergebnis des Tests wird in der am Freitag erscheinenden Ausgabe des Magazins "Auto Bild" beschrieben. Demnach wurde der Verbrauch eines VW Golf 1.4 TSI bei drei unterschiedlichen Testfahrten gemessen - jeweils mit gewöhnlichem Super-Kraftstoff und mit Super E10.

Der 122-PS-Golf habe bei Vollgas im E10-Betrieb 1,2 Liter mehr verbraucht, heißt es in dem Bericht. Das seien rund fünf Prozent mehr als mit konventionellem Superbenzin. Auch in der Stadt und auf Landstraßen sei der Spritverbrauch beim Einsatz des Bio-Benzins um rund fünf Prozent (Super: 6,3 Liter; E10: 6,6 Liter) gestiegen. Bei einer Fahrt mit durchgehend 140 Kilometern pro Stunde erhöhte sich der Verbrauch demnach um rund drei Prozent (Super: 9,5 Liter, E10: 9,8 Liter).

Ähnlich fielen dem Automagazin zufolge die Ergebnisse bei einem Seat Ibiza 1.4 mit 86 PS aus. Damit verfehle die E10-Initiative ihr Ziel deutlich, Autofahren umweltfreundlicher zu machen. Der höhere Verbrauch lasse den ökologischen Effekt auf "null" schrumpfen und schlage sich bei den Betriebskosten nieder. Gehe man von einem durchschnittlichen Mehrverbrauch von 0,6 Liter pro 100 Kilometer bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern aus, erhöhten sich etwa beim getesteten Golf die Kraftstoffkosten um rund 176 Euro pro Jahr. Grund für den Mehrverbrauch beim Super E10 sei der schlechtere Heizwert des Bio-Sprits.