Wind- gegen Wasserkraft

Neues Seekabel von Norwegen nach Wilhelmshaven

Ein europäisches Konsortium mit Beteiligung des Oldenburger Energiedienstleisters EWE plant die Verlegung eines 570 Kilometer langen Seekabels zwischen Norwegen und Deutschland. Damit soll der Stromaustausch zwischen beiden Ländern ermöglicht werden. Der Betrieb ist ab dem Jahr 2011 geplant.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Oldenburg (ddp-nrd/sm) - Im norwegischen Kristiansand habe man sich am Freitag mit den Energieunternehmen Agder Energie und Lyse aus Norwegen sowie dem Schweizer Energiehändler EGL darauf geeinigt, teilte EWE im niedersächsischen Oldenburg mit.

Demnach soll die Kabeltrasse zwischen dem norwegischen Feda nahe Kristiansand und einem Anlandepunkt in der Region um Wilhelmshaven am Jadebusen in Niedersachsen verlaufen. Um das Projekt zu realisieren, haben die Partnerunternehmen die Firma NorGer mit Sitz in Kristiansand gegründet, die voraussichtlich 2011 den Betrieb aufnehmen soll. Die Investitionen für das Projekt werden auf rund 500 Millionen Euro beziffert.

Mit Hilfe des Seekabels soll mehr Strom aus Deutschland nach Norwegen exportiert werden, um so die in regenarmen Jahren auftretenden Elektrizitätsengpässe in dem skandinavischen Land zu reduzieren. Norwegens Stromversorgung basiert überwiegend auf Wasserkraft.

Darüber hinaus soll die neue Verbindung zwischen den Ländern zu einer stabilen Stromversorgung beitragen, indem die schwankende Leistungsabgabe von Windparks in Deutschland durch Strom aus Wasserkraft ausgeglichen wird.

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