Karosserie-Batterie

Neues Material soll als Energiequelle für Elektroautos dienen

Eine ganz neue Idee: Der schwedische Autohersteller Volvo war an einem Forschungsprojekt beteiligt, bei dem die Karosserie des Wagens zur Batterie für ein Elektroauto werden könnte. Das teilte die Firma am Freitag in Köln mit. Zusätzlich könnten damit flachere Handys produziert werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Ziel des Projekts sei die Entwicklung eines Verbundmaterials aus Kohlenstoff-Fasern und Polymer-Harzen. Im Vergleich zu herkömmlichen Batterien solle dieses Material Energie schneller und in größerer Menge speichern können und gleichzeitig so biegsam und robust sein, dass es sich zum Karosseriebau verwenden lasse.

Durch Gewichtsverlust würden höhere Reichweiten erreicht werden

Bisher aus Stahl gefertigte Karosserieteile könnten dann deutlich leichter werden und das Gewicht des Fahrzeugs um 15 Prozent verringern. Das Projekt startete mit acht weiteren Firmen beim Imperial College in London. Zunächst werde die Reserverad-Mulde mit einer Batterie besetzt. "Dies wird zum Betrieb eines Fahrzeugs nicht vollständig ausreichen, liefert aber genug Energie, um zum Beispiel an Kreuzungen den Motor an- und auszuschalten", sagte der Volvo-Entwicklungsingenieur Per-Ivar Sellergren.

Neue Batterie nicht nur für das Auto sinnvoll

Bei Erfolg könnte das Material auch für kreditkartendünne Mobiltelefone oder für Laptops mit sehr langen Batterielaufzeiten genutzt werden. Laut Sellergren informieren sich viele Menschen über die Internetseite des Imperial College und auf YouTube über das Projekt. "Fast täglich senden uns Leute neue Ideen, wie diese Technik verwandt und weiterentwickelt werden könnte."