Neues GuD-Kraftwerk in Portugal offiziell in Betrieb genommen

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Die Errichtung des ersten Gas- und Dampf-Kraftwerks (GuD) in Portugal ist ein gelungenes Beispiel für die verstärkte Kooperation der Energiewirtschaft auf europäischer Ebene: An der Betreibergesellschaft Turbogas sind portugiesische, britische sowie deutsche Unternehmen - darunter die RWE Energie AG - beteiligt. Das heute offiziell eingeweihte Kombikraftwerk in Tapada do Outeiro hat für Portugal eine große Bedeutung. So erzeugt die hochmoderne GuD-Anlage fast ein Viertel des nationalen Strombedarfs und nimmt etwa 55 Prozent des Erdgases ab, das über die so genannte Maghreb Europe Pipeline aus Algerien importiert wird. Die Transportleitung ist eigens für dieses Projekt gebaut worden und sichert die wirtschaftliche Erdgasversorgung Portugals.


Das Kombikraftwerk in der Nähe von Porto verfügt über eine Leistung von 990 Megawatt. Mit ihrer modernen Gasturbinentechnik und dem hocheffizienten Energieeinsatz trägt die Anlage zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei. Tapada gilt weltweit als eines der innovativsten und umweltfreundlichsten Kraftwerke dieser Größenklasse. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Mark gehört das Ende 1994 gestartete Projekt zu den bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen in Portugal.


Der portugiesische Premierminister António Guterres sowie der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder nahmen entgegen anders lautenden Meldungen nicht an der offiziellen Einweihung teil.