DINAR

Neues Forschungsprojekt zur Einbindung von dezentralen regenerativen Energieversorgungsanlagen ins Netz gestartet

16 Industriepartner und eine Forschungseinrichtung wollen dringende Probleme der technischen und wirtschaftlichen Einbindung von dezentralen regenerativen Energieversorgungsanlagen in das elektrische Energienetz lösen. Es soll eine standardisierte Schlüsselkomponente entwickelt werden, die das Energiemanagement und die dafür notwendige Kommunikation übernimmt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Kasseler Forschungsinstitut ISET und die EUS GmbH aus Dortmund haben gemeinsam mit 15 Industriepartnern ein neues Forschungsprojekt "Dezentrale regenerative Energieversorgungsanlagen: Technische und wirtschaftlichen Integration in den Netzbetrieb und Anpassung von Rahmenbedingungen - DINAR" gestartet. Die erste Phase soll fünf Monate und wird vollständig aus Industriemitteln finanziert. Für die sich anschließende Phase zwei wird eine Förderung durch das Umweltministerium angestrebt.

Die hohe Zunahme bei PV-Anlagen als auch bei anderen dezentralen Energieversorgungsanlagen (BHKWs und Brennstoffzellen) erfordert ein neues technisches und wirtschaftliches Denken bei der Netzintegration. Sicherheit beim Netzanschluss, sowie Richtlinien zur Erhaltung der Netzqualität und Zuverlässigkeit sind aktuelle Themen, die einer dringenden Lösung bedürfen. Es ist deshalb erforderlich, dass die Beobachtbarkeit und Steuerbarkeit der vorhandenen, aber vor allem der künftigen dezentralen Energieversorgungsanlagen (DEA) technisch und wirtschaftlich untersucht und neue Lösungen geschaffen werden.

Im Forschungsprojekt DINAR ist es gelungen, 16 Industriepartner und eine Forschungseinrichtung in einem Interessenverbund zu vereinigen, um dringende Probleme der technischen und wirtschaftlichen Einbindung von dezentralen regenerativen Energieversorgungsanlagen in das elektrische Energienetz zu lösen. Es soll eine standardisierte Schlüsselkomponente entwickelt werden, die das Energiemanagement und die dafür notwendige Kommunikation übernimmt. "Es geht um Produkte, die schon in etwa fünf bis sieben Jahren im Netzbetrieb eingesetzt werden sollen", erläutert Dr. Christian Bendel, Projektleiter und Sprecher des Forschungsprojektes DINAR.

Dr. Thomas Stephanblome, Geschäftsführer des paritätischen Projektpartners EUS: "Diese Lösungen müssen technisch machbar und aber auch wirtschaftlich sein, d.h. Netzbetreiber und private Energieerzeuger müssen beide einen Vorteil haben." Ein Betreibermodell für DEA im Niederspannungsnetz soll auf der Grundlage von wirtschaftlichen Untersuchungen entwickelt werden.