Nachfragespitzen reduzieren

Neuer Vernetzungsstandard soll Stromverbrauch senken

Die deutsche Wirtschaft hat sich auf einen technischen Standard zur Vernetzung von technischen Geräten geeinigt, mit dessen Hilfe auch Privatleute die Ausgaben für Strom senken könnten. Damit soll ein Gerät anzeigen können, ob im Netz genügend Energie für einen sparsamen Start vorhanden ist.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (AFP/red) - Das als EEBus bezeichnete System soll den Informationsaustausch zwischen den elektronischen Geräten in Industrie und privaten Haushalten auf der einen Seite sowie Energieversorgern auf der anderen Seite optimieren, teilten die daran beteiligten Unternehmen wie Miele, Vaillant, ABB und Schneider-Electric auf der Hannover-Messe mit.

Vernetzung entscheidet auch über Effizienz

Anlass für die Entwicklung von EEBus ist einer Erklärung der beteiligten Unternehmen zufolge die nach der Atomkatastrophe von Fukushima vorangetriebene Energiewende. Damit der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen wie geplant gelingen könne, sei nicht zuletzt entscheidend, dass technische Geräte vernetzt werden.

Stromrechnung kann gesenkt werden

So könnten Haushaltsgeräte, aber auch Industrieanlagen durch eine standardisierte Kommunikation mit dem Stromversorger sofort erkennen, ob im Stromnetz ausreichend Energie vorhanden ist und das Starten der Geräte vergleichsweise günstig gelingen kann. Dies führe für private und gewerbliche Nutzer zu einem Senken der Stromrechnung und zu einer effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien. Die bisher existierenden Spitzen bei der Stromnachfrage könnten auf diesem Weg so verteilt werden, dass die Energieerzeugung aus klimaschädlichen Quellen reduziert werden könne.

EEBus steht allen Unternehmen ohne Lizenzgebühren kostenlos zur Verfügung. Ziel ist nach Angaben der Unternehmen nun, EEBus im In- und Ausland bekannt zu machen und eine Normierung als internationaler Standard zu erreichen.

Quelle: AFP