Begleitet von Protesten

Neuer Trafo für AKW Krümmel erreicht Geesthacht

Begleitet von Protesten hat der für das AKW Krümmel bestimmte Transformator heute Geesthacht erreicht. Zuvor hatten fünf Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood den Transport in Geesthacht zwischenzeitlich blockiert. Sie hatten sich von einer Elbbrücke abgeseilt, die Aktion aber freiwillig beendet.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Geesthacht (ddp/sm) - Kurz vor 9.00 Uhr habe der Transport Geesthacht erreicht, wie eine Polizeisprecherin auf ddp-Anfrage sagte. Währenddessen protestierten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace auf mehreren Schlauchbooten gegen die Wiederinbetriebnahme des Atommeilers. Einsatzkräfte der Polizei enterten die Boote, um dem Transport das Anlegen zu ermöglichen.

Die restlichen 3,5 Kilometer von der Anlegestelle bis zum AKW im Ortsteil Krümmel wird der Transport auf der Straße zurücklegen. Die Polizei rechnete damit, dass dies etwa anderthalb Stunden dauern werde. Demnach könnte der Trafo am frühen Nachmittag den Atommeiler erreichen.

Nach Angaben des Energiekonzerns kann der neue Trafo erst im September in Betrieb genommen werden. Weil er einige Meter länger als der alte sei, müsse das Trafo-Gebäude in Krümmel umgebaut werden. Bei dem neuen Trafo handele sich um einen so genannten Pool-Trafo, der bereits einmal in Betrieb gewesen sei und zuletzt auf dem Gelände des AKW Brunsbüttel gestanden habe. Er habe mit 785 Megawatt ein etwas höheres Leistungsvermögen als das alte Modell, sagte Vattenfall-Sprecher Ivo Banek. Bis Ende August soll die Revision des Atomkraftwerks beendet werden.

Greenpeace hat derweil angekündigt, auch auf der heutigen Hauptversammlung des Kraftwerkbetreibers Vattenfall Europe in Berlin gegen die Kernenergie zu protestieren.