Umschlagplatz

Neuer Importkohle-Terminal in Duisburg kurz vor Fertigstellung

Auf einer 30 000 Quadratmeter großen Fläche am neuen Rheinkai Nord in Duisburg sollen bis 2005 eine Million Tonnen Importkohle im Jahr verladen werden können. Auf dem gelände der ehemaligen Kupferhütte steht dafür ein 300 Meter langer Betonkai zur Verfügung.

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Mit der Errichtung der Krananlage steht der neue Duisburger Importkohle-Terminal kurz vor seiner Fertigstellung. Auf der nahezu 30 000 Quadratmeter großen Fläche am neuen Rheinkai Nord können ab Dezember 2001 große Schubverbände mit einer Tonnage bis zu 11 000 Tonnen gelöscht werden.

Das Terminal für Importkohle, das auf dem Gelände der ehemaligen Duisburger Kupferhütte entsteht, verfügt über einen 300 Meter langen neuen Betonkai. Die Betreibergesellschaft des neuen Terminals, die im Juni 2001 gegründete Masslog GmbH, geht davon aus, dass sich an diesem Standort bis zum Jahr 2005 der wasserseitige Umschlag von Importkohle auf über eine Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen wird. Im Geschäftsjahr 2000 betrug der Kohleumschlag im Duisburger Hafen etwa 6,8 Millionen Tonnen. Er soll bis 2005 auf fast zehn Millionen Tonnen gesteigert werden.

Der neue Duisburger Importkohle-Terminal ist nach Darstellung der Harpen Transport AG (HTAG), die mit 50,1 Prozent an der Masslog GmbH beteiligt ist und die operative Führung dieser Gesellschaft innehat, eine Antwort auf die Herausforderungen und Chancen, die sich durch die Liberalisierung des europäischen Energiemarktes ergeben. So werde sich die jährliche Importkohlemenge von derzeit 33 Millionen Tonnen bis 2005 auf etwa 40 bis 45 Millionen Tonnen erhöhen. Da etwa 60 Prozent der nach Deutschland importierten Kohlemengen ihre Bestimmungsorte über die ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) erreichen, seien HTAG sowie eine gemeinsame Gesellschaft der Häfen Duisburg und Amsterdam (30 Prozent) und die IQ Martrade Holding Management GmbH aus Düsseldorf (19,9 Prozent) eine strategische Allianz eingegangen. Durch den Anschluss an das feinmaschige deutsche Eisenbahnnetz verfüge das neue Importkohle-Terminal über hervorragende infrastrukturelle Voraussetzungen, die auch just in time-Belieferungen an europäische Kohleverbraucher verbessern würden.