Forschung

Neuer Ansatz: Solarzellen vom Farbpinsel

Forscher der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana haben jetzt eine Farbe entwickelt, die Strom aus Licht erzeugen kann. Eine Paste aus mehrschichtigen Nanopartikeln, Alkohol und Wasser wird dabei auf eine leitende Oberfläche aufgetragen. Dieser Ansatz könnte zu einer günstigeren Methode führen, Solarzellen herzustellen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Washington (red) - Es werden dabei Nanopartikel verwendet, die einen Kern aus Titandioxid haben und deren Oberfläche mit Cadmiumselenid oder Cadmiumsulfid beschichtet ist, die Photonen absorbieren können. Die höchste Effizienz habe hier eine Mischung aus beiden ergeben, wie Chemical and Engineering News erklärt. Trifft dann ein Photon auf die Oberfläche, wird Elektrizität freigesetzt.

Leichter herzustellen als herkömmliche Solarzellen

Die Partikel werden in einer Alkohol-Wasser-Mischung gelöst und dann auf eine transparente, leitende Oberfläche aufgetragen. Tests zeigten, dass die Paste mit nur einem Prozent Konversionsrate von Licht in Energie zwar deutlich weniger effizient ist als herkömmliche Solarzellen mit einem Prozentsatz von zehn bis 15 Prozent. Dafür wäre die Paste aber deutlich günstiger und zudem auf einfache Weise in großen Mengen herzustellen. Die Lebensdauer der Farbe wurde noch nicht erprobt, aber die Wissenschaftler haben sich als nächstes Ziel gesetzt, die Dauerhaftigkeit zu testen und die Effizienz zu erhöhen.