Forschung

Neue Windturbinen erzeugen dreieinhalb Mal so viel Strom

Durchbruch für die Verkleidungstechnik? Kroatische Forscher haben erste Tests erfolgreich abgeschlossen - die Anlagen erfordern nurmehr eine Windgeschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Wie das Magazin "Renewable Energy" berichtet, haben kroatische Forscher von der Universität Rijeka Windturbinen entwickelt, die dreieinhalb Mal so viel Elektrizität wie herkömmliche Windkraftanlagen erzeugen. Die Forscher hätten die Rotoren mit einer speziell geformten Verkleidung umhüllt, die die Form von Tragflächen haben. Dadurch soll der Wind in Richtung Rotorblätter beschleunigt und also effizienter genutzt werden.

Die Anlagen sollen auch bei schwachem Wind arbeiten, was einen großen Fortschritt hinsichtlich eines steten Betriebs bedeuten würde. Selbst bei einer Windgeschwindigkeit unter fünf Metern pro Sekunde lasse sich Strom erzeugen. Minimum für die neuen Anlagen seien lediglich zwei Meter pro Sekunde.

Der Ein-Kilowatt-Prototyp wurde auf einer schwachwindigen Insel getestet. Ergebnis: 60 Prozent mehr Stromerzeugung als mit gewöhnlichen Turbinen. Hydraulisch gesteuerte Lüftungsschlitze, die mit einem Messgerät verbunden sind, sollen helfen, den Druck bei zu hohen Windgeschwindigkeiten zu reduzieren.

Die Konstruktionskosten seien allerdings noch sehr hoch - die 1-Kilowatt-Anlage habe 2600 Dollar gekostet, 75 Prozent mehr als herkömmliche Anlagen. Andererseits amortisieren sich die Anlagen aufgrund höherer Effizienz relativ schnell.