Neue Windparks in Portugal und Griechenland

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Bremerhavener Energiekontor-Gruppe plant verstärkt die Errichtung weiterer Windkraftanlagen in europäischen Nachbarländern. Im April dieses Jahres will der deutsche Marktführer (156 Anlagen, 400 Millionen Mark Investitionsvolumen) mit dem Bau von 14 neuen Windkraftanlagen in Trandeiras/Portugal beginnen; mit einer Gesamtleistung von 18,2 Megawatt. Auf der griechischen Insel Euboa, nördlich von Athen, soll zum Jahresende ein weiterer Windpark errichtet werden. Die Gesamtinvestitionen für beide Projekte betragen nach Angaben des Vorstandes rund 53 Millionen Mark.


Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Bodo Wilkens, wies gegenüber der Presse darauf hin, dass die Windenergie-Erzeugung speziell in der EU, stark zunimmt. Das Unternehmen rechnet für die nächsten 15 - 20 Jahre mit einem jährlichen Marktwachstum von 20 - 30 Prozent. Deshalb engagiert sich die Energiekontor-Gruppe künftig verstärkt im Ausland. Schon ab 2003 wird voraussichtlich mehr als die Hälfte aller Windparkprojekte in anderen Ländern realisiert. In diesem Jahr wird die Gruppe rund 20 Prozent des Umsatzes mit ausländischen Projekten erwirtschaften. In Portugal und Griechenland hat die Unternehmensgruppe schon vor vier Jahren mit der Entwicklung von Windparkprojekten begonnen. In Großbritannien beteiligt sie sich über ein Konsortium an der Ausschreibung von mehreren Offshore-Projekten (Windparks im Meer). Und seit Januar dieses Jahres ist das Unternehmen auch in Spanien mit einer Tochtergesellschaft vertreten.


Nach Schätzungen von Fachleuten könnte allein mit Offshore-Windkraftanlagen rund um die britischen Inseln ein Drittel des gesamten europäischen Windstrombedarfs erzeugt werden. Ähnlich gute Bedingungen herrschten aber auch in den deutschen und niederländischen Nordsee-Küstenbereichen sowie an der Atlantikküste Spaniens und Portugals.


(ots)