Neue Studie

Neue Windkraftanlagen können Stromertrag verdreifachen

Eine neue Studie der Technischen Universität Berlin hat ergeben, dass der Austausch alter Windkraftanlagen den Stromertrag in Mecklenburg-Vorpommern verdreifachen kann. Hinzu kämen zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für Kreise und Kommunen, sagte Windverbandschef Peter Ahmels in Schwerin.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Durch den Austausch alter Windkraftanlagen gegen neue kann der Stromertrag in Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht des Bundesverbandes WindEnergie verdreifacht werden. Moderne Anlagen brächten den Kreisen und Kommunen zudem entsprechend höhere Gewerbesteuereinnahmen und Investitionen in Höhe von über zwei Millionen Euro, sagte Verbandspräsident Peter Ahmels in Schwerin. Das sei das Ergebnis einer Studie der TU Berlin.

Aus der Studie gehe jedoch auch hervor, dass die potenziellen Leistungs- und Ertragssteigerungen durch in Mecklenburg-Vorpommern geltende Landesregelungen stark gehemmt würden. Fielen Vorschriften zu Höhenbegrenzungen und Mindestabständen weg und werde nur das Bundesemissionsgesetz in Anwendung gebracht, könne der Stromertrag eines 32-Anlagen-Windparks durch die Modernisierung von nur zwölf Windrädern mehr als verdreifacht werden. Moderne Anlagen leisteten mittlerweile 70 Mal so viel wie Windräder aus den 90er Jahren.

Das Investitionspotenzial für Windräder beträgt in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge bis 2015 etwa 2,3 Milliarden Euro.