Windsammelschiene

Neue Trasse bringt Windstrom nach Süddeutschland

Mit einer symbolischen Steckerverbindung hat Kanzlerin Merkel die vierte Starkstromleitung zwischen Ost- und Westdeutschland in Betrieb genommen. Diese sei ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende, sagte Merkel am Dienstag in Schwerin. Allerdings seien noch "tausende" Kilometer an neuen Leitungen nötig, um die Energiewende zu schaffen.

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Schwerin (AFP/red) - Die 380-Kilovolt-Leitung des Netzbetreibers 50Hertz zwischen Schwerin und dem Atomkraftwerk Krümmel östlich von Hamburg ist 88 Kilometer lang. Es ist der erste Neubau einer Ostwest-Verbindung seit 17 Jahren.

Windstrom in den Süden bringen

Die Leitung helfe, den erzeugten Windstrom dorthin zu befördern, wo er gebraucht werde, nämlich in die südwestdeutschen Ballungsräume, sagte die Kanzlerin. Die "Windsammelschiene" soll laut 50Hertz jedoch auch das bislang stark von Atomstrom abhängige Stromnetz in Hamburg stabilisieren.

"Die Vorteile des Nordens"

Die erneuerbaren Energien müssten dort gefördert werden, wo sie am günstigsten hergestellt werden, sagte Merkel. Dabei würden "die Vorteile des Nordens" voll zu Buche schlagen. Die Kanzlerin appellierte an die Netzbetreiber, beim geplanten Ausbau die Ostsee als Windenergie-Gebiet nicht zu benachteiligen. Die dortigen Bedingungen seien nicht schlechter als auf der Nordsee.

Quelle: AFP