Strom-News
NotwendigkeitNeue Technologien werden benötigt, um auch den zukunftsweisenden Ökostrom speichern zu können. Die überschüssigen Energien und stark schwankenden Strommengen führten nicht nur zu Problemen an der Börse, sondern könnten sich auch auf das Stromnetz insgesamt auswirken.
Linden (red) - Noch allerdings seien die Energiespeicher teuer und zum Teil noch nicht geprüft. Den Ökostrom haltbar zu machen, ist eine der Aufgaben, denen die Forschung nun dringend nachkommen müsse. Berichten mehrerer Internetportale zufolge befürchte der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, großräumige Netzstörungen oder sogar einen Komplettausfall des Stromnetzes in Deutschland, würde man nicht ausbauen. Aber auch an der Börse sorge die schwankende Menge an Ökostrom für Turbulenzen: Bereits zehn Mal in diesem Jahr fielen die Preise an der Strombörse ins Negative.
Spätestens nach dem Sturm im vergangenen Oktober hat die Natur erneut bewiesen, wie wichtig neue Speichermöglichkeiten für Ökostrom sind. Norddeutsche Windräder produzierten im Laufe des Unwetters 7500 Megawatt (MW) Ökostrom zusätzlich, welche der Netzwerkbetreiber Transpower im oberfränkischen Bayreuth nicht problemlos verkaufen konnte. Das Ausschalten der Geräte stellte jedoch auch keine Option, da dies nicht nur mit hohen Kosten verbunden wäre, sondern auch die Sicherheit des Netzes gefährden könnte. Die Strompreise des Anbieters fielen an der Börse in Leipzig. Gewinner waren die Helfer in der Stromkrise: Mit einer Gutschrift von bis zu 1,50 Euro pro Kilowattstunde profitierten die kaufkräftigen Unternehmen.
Die dena prognostiziert eine Zunahme der Strommengen aus Wind- und Solaranlagen in Deutschland bis 2030 von derzeitigen 35.000 MW auf stolze 65.000 MW. Die Situation würde sich daraufhin nicht nur an der Börse, sondern auch für die privaten Haushalte drastisch verschärfen. Auch intelligente Netze könnten dann nicht mehr vor den negativen Auswirkungen schützen. An der Entwicklung neuer Techniken, um Ökostrom speichern zu können, führe kein Weg vorbei. Sonst blieben Investitionen auf Seiten der Stromerzeuger und Verbraucher nicht aus. Allein der besagte Ausbau von Speichermöglichkeiten sei also nicht nur im Hinblick auf die Nachhaltigkeit die bestmögliche Lösung.
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