LichtBlick und Electrabel

Neue Stromlieferanten für Berliner Verwaltung

Der Berliner Energieversorger Bewag muss einen herben Verlust einstecken: In den Jahren 2005 und 2006 werden die Electrabel Deutschland AG und der Ökostromhändler LichtBlick die Berliner Verwaltung mit 900 Gigawattstunden Strom jährlich versorgen. Die Bewag verliert damit einen ihrer größten Kunden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Nach europaweiter Ausschreibung wechselt die Berliner Verwaltung den Stromlieferanten. Statt der Bewag erhielten für 2005 und 2006 die Electrabel Deutschland AG und der Ökostromhändler LichtBlick den Zuschlag. Insgesamt hatten zehn Interessenten Angebote abgegeben, wie die Senatsfinanzverwaltung gestern mitteilte. Dabei war Bedingung, dass kein Strom aus Kernkraftwerken geliefert und die Herkunft des Stroms offengelegt wird. Die Bewag verliert mit dem Land Berlin einen ihrer größten Kunden.

Der Ökostrom-Anbieter LichtBlick liefert an Berlin 100 Prozent regenerativ erzeugten Strom aus Wasserkraftwerken. Der Anbieter Electrabel, der zum Suez-Konzern gehört, wird pro Jahr 300 Gigawattstunden aus gasgefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen der Kraftwerksgesellschaft Gera liefern und die restliche Menge auf dem Großhandelsmarkt zukaufen. Das Land Berlin benötigt für seine Einrichtungen pro Jahr insgesamt über 900 Gigawattstunden Strom.

Trotz der Auswahl der günstigsten Anbieter werden die Stromkosten steigen. Im Jahr 2005 werden es voraussichtlich 101 Millionen Euro sein, rund neun Millionen Euro mehr als in diesem Jahr.