Neue Stromanbieter können noch nicht überzeugen

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Die Markenstrategen der neuen Stromanbieter werden scheitern, wenn sie nicht die psychologischen Eigenheiten des Stromkaufs berücksichtigen. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktpsychologen des ifm Wirkungen und Strategien in Köln in einer Initiativstudie. Danach ist die Bereitschaft der Stromkunden ihren Versorger zu wechseln, zur Zeit gerinher als vielfach angenommen wird. Die Stromkunden, so die Autoren, hätte "zu ihren angestammten Stromlieferanten eine beinahe väterlich zu nennende Vertrauensbindung aufgebaut". Ein Wechsel falle deshalb schwer, weil unangenehme Konsequenzen, wie zum Beispiel die Unterbrechung der Stromversorgung, befürchtet würden. Außerdem böten die bisherigen Anbieter ein hohes Maß an Sicherheit und Geborgenheit.


Als "irritiert" bezeichnete der Geschäftsführer von ifm Dirk Ziems die Reaktion der Verbraucher auf Werbeauftritte von beispielsweise "Yellostrom". "Der aggressive Auftritt hat für sie Raubrittercharakter und steht somit im Gegensatz zu der von Vertrauen und Seriosität gekennzeichneten Beziehung zu den bisherigen Versorgern.


Der psychologische Hintergrund für die Zurückhaltung der Stromkunden liegt laut ifm darin begründet, dass die Verbraucher den Bezug von Strom nicht als Kaufakt im üblichen Sinne erleben, sondern viel eher als die Teilnahme an einer Versorgungsgemeinschaft. "Wer dabei vorschnell ausschert, setzt seine Sicherheit auf's Spiel".


Die Ergebnisse der Marktuntersuchung sind in einer Studie zusammengefaßt, die über das ifm Wirkungen und Strategien bezogen werden kann.


(ots)