Neue Solarstromanlage in Marbach/Neckar

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die erste Solarstromanlage des Solarvereins Marbach am Neckar ist heute eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Anlage auf dem Dach des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach am Neckar erzeugt jährlich 9000 Kilowattstunden Strom. Alleiniger Abnehmer des produzierten Stroms ist der Ökostrom-Händler NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen.


Der Ausbau der regenerativen Stromerzeugung bilde eine Grundlage für das Erreichen der Klimaschutzziele von Rio und Kyoto, sagte Gerhard Heim, Vorsitzender des Solarvereins Marbach am Neckar, bei einer Pressekonferenz in Marbach am Neckar. Ziel des Solarvereins sei es, durch Errichtung und Betrieb von Solarstromanlagen dazu beizutragen. Der von der neuen Solarstromanlage erzeugte Strom wird von der NaturEnergie AG aus dem südbadischen Grenzach-Wyhlen abgenommen und mit 99 Pfennig je Kilowattstunde vergütet. Man möchte möglichst viele neue Anlagen für erneuerbare Energien ans Stromnetz bringen, erklärte Kai-Hendrik Schlusche, Vorstand der NaturEnergie AG. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass der Anteil der erneuerbaren Energien, der momentan bei 4,8 Prozent liegt, bis zum Jahr 2010 verdoppelt werden muss. Man nehme die Bundesregierung gerne beim Wort, so Schlusche bei der Einweihung der Anlage.


Die Anlage auf dem Dach des Gymnasiums hat Demonstrationscharakter. Sie soll der Anschauung und Information über eine zukunftsträchtige Technologie dienen. Schließlich liefert die Sonne der Erde alle acht Minuten so viel Energie, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Noch ist die direkte Umwandlung des Sonnenlichts durch Solarzellen in elektrische Energie (Fotovoltaik) relativ teuer und von geringem Wirkungsgrad. Langfristig könnten Solarenergie und andere erneuerbare Energiequellen wie Wasserkraft, Wind, Biomasse und Erdwärme nach Schätzungen der Bundesregierung bis zum Jahr 2050 die Hälfte des deutschen Energiebedarfs decken, erklärte der Vorsitzende abschließend.