"Sonne für Kinder"

Neue Solarstiftung für Kinder- und Jugendarbeit

Mit der Stiftung "Sonne für Kinder" wollen Unternehmen aus der Solarwirtschaft aktiven Umweltschutz mit Kinder- und Jugendhilfe kombinieren. Überschüsse aus Solaranlagen sollen Gemeinden dafür verwenden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mit der "Stiftung Sonne für Kinder" startet jetzt eine Aktion für Gemeinschafts-Solaranlagen in Städten und Gemeinden. Sie kombiniert aktiven Umweltschutz mit Kinder- und Jugendhilfe.

Die Photovoltaik-Anlagen werden überwiegend durch Spenden finanziert und auf öffentlichen Gebäuden oder Freiflächen errichtet. Der produzierte Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist und durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) mit 99 Pfennig je Kilowattstunde vergütet. Mit einem intelligenten Finanzkonzept sollen die Anlagen jährliche Überschüsse erwirtschaften, die den Gemeinden vor Ort zweckgebunden für Kinder- und Jugendprojekte zur Verfügung stehen. "Wir suchen jetzt Gemeinden, die durch die Nutzung von Sonnenenergie Vorbildfunktion übernehmen. Für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und die Zukunft unserer Kinder", erläutert Joachim Müller, Geschäftsführer und Mitinitiator der gemeinnützigen Gesellschaft. Gleichzeitig lernen die Kinder aktiven Umweltschutz durch die Photovoltaik-Anlagen kennen, die beispielsweise für Schulklassen einen idealen praktischen Anschauungsunterricht ermöglichen.

"Die Gemeinschafts-Solaranlagen müssen sich natürlich unter dem Strich rechnen, damit eine jährliche Ausschüttung an die Gemeinde für Kinder- und Jugendarbeit möglich wird", berichtet Joachim Müller. In einer Spenden- und Sponsorenaktion wird die Investitionssumme für die Anlage zusammengetragen. Damit die Kalkulation aufgeht, sollten Gemeinden die Flächen kostenlos zur Verfügung stellen. Dafür profitieren sie von finanziellen Mitteln, die durch die Solaranlage über eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren erwirtschaftet werden. Jede Gemeinde entscheidet selbst, für welche Kinder- und Jugendeinrichtung das Geld vor Ort verwendet wird. Bei einer 25 Kilowatt Solaranlage summieren sich die freien Mittel beispielsweise auf etwa 90 000 Euro. Der Umwelt wird gleichzeitig der Ausstoß von nahezu 300 Tonnen Kohlendioxid erspart, rechnet Müller vor. Die Stiftung "Sonne für Kinder" profitiert von der Unterstützung verschiedener Unternehmen aus der Solarbranche. Die Hamburger Conergy AG steht der Stiftung bei Marketing und Pressearbeit zur Seite. Die Stuttgarter voltwerk AG unterstützt bei Fragen zur Finanzierung. Die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH plant und baut die Anlagen mit ihren Franchise-Partnern vor Ort. Im ersten Schritt werden Kommunen in Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern angesprochen. Weitere Informationen unter www.sonnefuerkinder.de.