Zusatzkosten

Neue RWE-Kraftwerk soll zusätzliche Auflagen erhalten

Ein neues Braunkohlekraftwerk von RWE in Bergheim-Niederaußem (Rhein-Erft-Kreis) soll offenbar nur unter strikten Auflagen genehmigt werden. Hintergrund sind einmal mehr die "ehrgeizigen Klimaschutzziele" Angela Merkels.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - NRW-Europaminister Michael Breuer (CDU) sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe), RWE müsse zunächst einen verbindlichen Zeitplan für die Abschaltung alter Anlagen vorlegen. "Zudem erwarten wir ein Konzept, das die Verschattung durch die Dampfschwaden verhindert", sagte Breuer. "Hier muss RWE bereit sein, die Zusatzkosten in Kauf zu nehmen." Letztlich müsse sich das Programm in die "ehrgeizigen Klimaschutzziele" einfügen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) definiert habe.

Die Grünen im Düsseldorfer Landtag kritisierten, RWE habe sich in der Vergangenheit "dreist" über Stilllegungs-Zusagen hinweggesetzt. Der Konzern hatte dem Kölner Regionalrat zugesichert, das Kraftwerk in Grevenbroich-Frimmersdorf bis zum Jahr 2007 stillzulegen. Jetzt sollen die Blöcke, die zu den klimaschädlichsten in Europa zählen, zwei Jahre länger laufen. "RWE muss der Bevölkerung jetzt deutlich entgegenkommen", sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Horst Becker der Zeitung.

Der Kölner Regionalrat wird sich dem Blatt zufolge am Freitag mit den Neubau-Plänen von RWE beschäftigen. Dort sollen zwei Blöcke mit einer Leistung von jeweils 1100 Megawatt entstehen.