Moratorium aufheben

Neue Regierung will Gorleben offenbar weiter erkunden

Die künftige Bundesregierung von Union und FDP hält offenbar am Salzstock Gorleben als mögliches Atommüll-Endlager fest. Einem Bericht des "Manager-Magazin" zufolge sollen die Erkundungsarbeiten des Salzstocks "zügig und ergebnisoffen fortgesetzt" werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) - Das Magazin zitierte am Donnerstag aus einem gemeinsamen Papier der schwarz-gelben Koalitionäre über entsprechende Vorstellungen der Arbeitsgruppe zu den Themen Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Moratorium soll aufgehoben werden

Im Jahr 2001 hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung mit den Energieversorgungsunternehmen ein Moratorium vereinbart. Die Erkundung von Gorleben sollte danach für mindestens drei, längstens jedoch zehn Jahre unterbrochen werden.

Alternativen zu Gorleben

Das Moratorium, heißt es in dem Papier der Arbeitsgruppe, solle nun "unverzüglich aufgehoben" werden, damit "so rasch wie möglich eine abschließende Aussage über die Eignung des Salzstocks als mögliches Endlager für radioaktive Abfälle" getroffen werden könne. Parallel dazu müssten Vorbereitungen getroffen werden, dass im Falle der Nichteignung rasch Alternativen zur Verfügung stünden.