Casa 1.000

Neue Leitung versorgt Afghanistan mit Ökostrom

In Afghanistan und Pakistan kommt es immer wieder zu Stromknappheit. Dagegen wird in den Nachbarländern Tadschikistan und Kirgistan Ökostrom im Überfluss produziert. Mit der "Casa 1.000" soll der Strom umgeleitet werden. Das Projekt wird von Geldgeber auf der ganzen Welt finanziert.

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Kabul/Islamabad - Im tadschikischen Duschanbe ist der Startschuss für eine rund 1,5 Milliarden Eure teure Stromleitung nach Afghanistan und Pakistan gefallen. Das "Casa 1.000" genannte und von Weltbank, der Islamischen Entwicklungsbank, den USA sowie anderen Gebern finanzierte und umgesetzte Projekt soll den dramatischen Energiemangel in beiden Ländern lindern.

Überschüssiger Strom aus Wasserkraftwerken

Ab 2019 soll Casa 1.000 rund 1.300 Megawatt aus überschüssiger Produktion in Tadschikistan und Kirgistan weiterleiten. Der Strom stammt fast ausschließlich aus Wasserkraftwerken. Stromüberschüsse haben die beiden Länder jedoch vor allem im Sommer, weil die Wasserkraftwerke dann mehr Energie liefern und die Länder den Strom im Winter selber verbrauchen. Gegen Afghanistans winterliche Energiekrisen kann das Projekt deshab nur wenig ausrichten. Es ist wichtiger für Pakistan, wo in den heißen Sommern regelmäßig der Strom ausfällt.

Aus Pakistan kam Ministerpräsident Nawaz Sharif für die Feierlichkeiten nach Tadschikistan, für Afghanistan nahm Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah teil.

Quelle: DPA