Ab 1. März

Neue KfW-Förderung für Solarstromspeicher beginnt

Die KfW-Bank fördert Solarstromspeicher ab dem ersten März mit einem neuen Programm bestehend auch einem Darlehen und einem Tilgungszuschuss. Zu Beginn liegt der Zuschuss bei 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Batteriespeicher werden bei Solaranlagen gefördert, die nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurden.

Solarenergie© electriceye / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Nach einer zweimonatigen Pause wird das KfW-Programm "Erneuerbare Energien – Speicher (275)" jetzt in modifizierter Form fortgesetzt. Mit dem neuen Kredit können Eigentümer von Photovoltaikanlagen die Anschaffung von Solarstromspeichern vollständig finanzieren. Der Kreditbetrag liegt bei maximal 2.000 Euro pro Kilowatt installierter Solaranlagen-Leistung (kWp). Der nicht rückzahlbare Tilgungszuschuss ist künftig degressiv gestaltet: Bis Ende Juni 2016 beträgt er 25 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 500 Euro je kWp Anlagenleistung.

Zuschuss für Solaranlage sinkt im Laufe der Förderungsdauer

"Bei einer typischen Photovoltaik-Anlage mit 5 kWp Leistung sind ein maximaler Kreditbetrag von 10.000 Euro und ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 2.500 Euro für Batterien möglich", erklärt Carsten Tschamber Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. Dieser Maximalbetrag könne ausgeschöpft werden, wenn der Speicher im Vergleich zur Solaranlage hinreichend groß ist. Im zweiten Halbjahr 2016 sinkt der Zuschuss auf 22 Prozent, danach bis Ende 2018 in mehreren Stufen auf zehn Prozent je kWp Anlagenleistung. Die neuen Konditionen sind an die sinkenden Batteriespeicherkosten angepasst und machen die Systeme mittelfristig unabhängig von der Förderung.

Anforderungen für die Förderung

In dem Förderprogramm stehen 30 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden nur Speicher, die die mittäglichen Spitzen der Photovoltaik-Einspeisung glätten und so das lokale Stromnetz entlasten. Die Einspeiseleistung von PV-Anlagen mit gefördertem Speicher ist auf 50 Prozent der nominalen PV-Anlagenleistung begrenzt; beim alten Förderprogramm waren es noch 60 Prozent. Finanziell unterstützt werden zudem nur Batteriesysteme von Herstellern, die mindestens zehn Jahre Zeitwertgarantie auf das Batteriesystem geben. Zu berücksichtigen ist ferner, dass die installierte Leistung der Photovoltaik-Anlage 30 Kilowatt nicht übersteigen darf. Die Förderung muss vor Anschaffung des Speichers beantragt werden.

Batteriespeicher nachrüsten: Keine Unterscheidung mehr zwischen Neu- und Bestandsanlagen

Der Tilgungszuschuss sinkt im Vergleich zur Ende Dezember ausgelaufenen Förderung von 600 auf derzeit 500 Euro je kWp Photovoltaik-Anlagenleistung. Zudem wird künftig nicht mehr zwischen Batteriesystemen für Neu- und Bestandsanlagen unterschieden. Bei einer nachträglichen Installation eines Batteriespeichers lag die Kredithöhe bislang bei 2.200 Euro pro kWp PV-Anlagenleistung, der Tilgungszuschuss bei 660 Euro pro kWp Anlagenleistung. Wichtig: Die Investition in ein Batteriespeichersystem ist nur förderfähig, wenn die Photovoltaikanlage nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde.

Eigenstrom nutzen und Kosten senken

Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage ist rund halb so teuer wie Strom vom Energieversorger, so der Verein. Für Hauseigentümer lohne es sich daher finanziell, mehr davon selbst zu verbrauchen. Batterien könnten diesen Anteil erhöhen. Bislang hätten sie jedoch die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit noch nicht überschritten.

Darüber hinaus sei die Förderung gut für heimische Unternehmen, die in dem Marktsegment Produkte anbieten. Im ersten Speicherförderprogramm, das vom 1. Mai 2013 bis 31. Dezember 2015 lief, sei der Kauf von rund 19.000 Solarstromspeichern finanziell unterstützt worden, was zu einer Preisreduktion von 25 Prozent beigetragen habe.

Solare Batteriespeicher können seit diesem Jahr auch in den KfW-Programmen "Erneuerbare Energien (270, 274)" und "Energieeffizient Bauen (153)" mitfinanziert werden. Hier gibt es ebenfalls zinsgünstige Kredite.