Lückenschluss

Neue Hochspannungsleitung zwischen Ost und West geplant

Mecklenburg-Vorpommern soll 2008 an das Hochspannungsnetz in Schleswig-Holstein angeschlossen werden. Wie Bauminister Helmut Holter (Linkspartei.PDS) in dieser Woche in Schwerin sagte, sei das dafür notwendige Raumordnungsverfahren abgeschlossen worden.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Die Stromleitung wird den Angaben zufolge den seit Jahren für den Norden der Republik geplanten Lückenschluss zwischen den Hochspannungsnetzen im Osten und Westen Deutschlands herstellen.

Der Baubeginn der 70 Kilometer langen, in großen Teilen entlang der A 24 verlaufenden Trasse zwischen Schwerin und dem schleswig-holsteinischen Krümmel sei für 2007 geplant, sagte Holter. Im Laufe des Jahres 2008 soll die neue Leitung dann erstmalig unter Spannung stehen.

Sie wäre nach Ministeriumsangaben die vierte Verbindung zwischen den Netzen der alten und der neuen Bundesländer. Über die Leitung soll Strom künftig auch aus den in der Ostsee geplanten Windenergieparks Baltic I und Kriegers Flak sowie dem kurz vor Baubeginn stehenden Gasturbinenkraftwerk in Lubmin weitergeleitet werden.

Mit der Ausweisung der bevorzugten Trassenführung, die Holter am Dienstag dem Kabinett vorlegte, kann der Träger des Vorhabens, die Vattenfall Europe Transmission GmbH, sich nun um die Baugenehmigung für die 380-Kilovolt-Leitung bemühen.

Holter fügte hinzu, dass etwa zehn Prozent der veranschlagten Investitionssumme von 50 Millionen Euro nach Angaben des Energieversorgers in Aufträgen für die örtliche Bauwirtschaft gebunden werden.