Weniger Geld als 2009

Neue Fördermittel für energiesparendes Bauen

Private Immobilienbesitzer und Bauherren können nun wieder sorgenlos Anträge auf Fördermittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren stellen. Die staatliche Förderbank KfW hatte die Bewilligung neuer Kredite zuvor mit der Begründung gestoppt, der Haushalt sei noch nicht beschlossen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Der Haushaltsausschuss gab die dafür vorgesehenen Mittel in seiner Sitzung am Mittwoch frei, wie das Büro der Ausschussvorsitzenden Petra Merkel (SPD) mitteilte. Das Geld hatte bislang unter Haushaltsvorbehalt gestanden, Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hatte aber bereits in der vergangenen Woche zugesichert, die Mittel würden fließen.

Geld vom Staat für energiesparendes Bauen

Die Regierung fördert über die KfW energiesparende Neubauten oder Renovierungen: Das Programm "Energieeffizient Sanieren" gewährt Darlehen von bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit, das Programm "Energieeffizient Bauen" bis zu 50.000 Euro. In beiden Fällen erhalten Verbraucher vergleichsweise günstige Konditionen. Die Immobilienbesitzer müssen im Gegenzug für das Darlehen bestimmte Richtwerte zum Energiebedarf des Hauses oder der Wohnung einhalten.

Für das Förderprogramm sind von 2009 bis 2011 jährlich 1,5 Milliarden Euro eingeplant. Mit diesem Geld aus dem Bundeshaushalt kann die KfW Kredite an Immobilienbesitzer vergeben. Im vergangenen Jahr waren die Mittel wegen der großen Nachfrage um 750 Millionen Euro aufgestockt worden, so dass insgesamt 2,25 Milliarden flossen. Damit wurden laut KfW der Bau oder die Sanierung von insgesamt 600.000 Wohnungen gefördert und 1,45 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Nicht klar, wie lange Fördermittel reichen werden

Das zusätzliche Geld stammte aus den für 2010 und 2011 eingeplanten Mitteln und fehlt jetzt in diesem und im kommenden Jahr. Dadurch steht dieses Jahr nur etwa die Hälfte des Geldes aus dem vergangenen Jahr zur Verfügung. Wie lange das Geld daher reichen wird, "bleibt abzuwarten", wie eine Sprecherin des Bauministeriums mitgeteilt hatte.