EU-Projekt

Neue europaweite Pipeline soll Ölpestgefahr begrenzen

Im Rahmen eines Energieforums im kroatischen Zagreb hat EU-Energiekommissar Piebalgs am Dienstag eine Erklärung zum Bau einer Pipeline unterschrieben. Diese europaweite Ölpipeline soll die Ölpestgefahr deutlich einschränken. Die EU misst dem Projekt eine "erhebliche Bedeutung" zu.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel/Berlin (red) - EU-Energiekommissar Piebalgs hat am Dienstag eine Erklärung zum Bau einer Pipeline unterschrieben. Sie soll Öl direkt vom Schwarzen Meer zu den zentraleuropäischen Märkten befördern. Derzeit erfolgen entsprechende Öltransporte mit Tankschiffen. Die transeuropäische Ölpipeline würde die Gefahr schwerer Unfälle in der Bosporus-Meerenge, im Schwarzen Meer, in der Ägäis und der Adria deutlich verringern. "Das Projekt ist ein gutes Beispiel für die immer intensivere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Energiegemeinschaft", erklärte EU-Kommissar Piebalgs.

Durch diese europaweite Ölpipeline soll der rumänische Schwarzmeerhafen Constanza mit dem als Drehkreuz fungierenden Ölhafen im italienischen Triest verbunden werden. Im Unterschied zu Konkurrenzprojekten, die den Bosporus meiden, schafft die Pipeline eine direkte Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und dem kontinentalen Pipelinesystem der EU. Von Triest führen Pipelines nördlich nach Österreich, Deutschland und in die Tschechische Republik. Die strategische Bedeutung des Projekts für die Europäische Union ist erheblich.

Die Erklärung wurde im Rahmen eines breit angelegten Energieforums im kroatischen Zagreb unterzeichnet. An der Konferenz nahmen Vertreter südosteuropäischer Staaten, Russlands, der kaspischen Region und Zentralasiens teil. Die Konferenz fand im Rahmen des so genannten südosteuropäischen Kooperationsprozesses statt.