Neue Energiemarktstudie

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Nach einer Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers rechnen Führungskräfte deutscher Energieversorgungsunternehmen damit, dass ausländische Wettbewerber mittelfristig bis zu ein Fünftel des deutschen Strommarktes besetzen werden. Die Hauptwettbewerber kommen nach Ansicht der befragten Führungskräfte vor allem aus Frankreich und Skandinavien, an zweiter Stelle werden USA und Großbritannien genannt. Demnach werden ausländische Energieunternehmen mehr noch als bisher mit Investitionen in den Wettbewerb um Strom eingreifen.



Unsicherheit besteht unter den Teilnehmern der Studie bei der Frage, ob billiger Strom aus osteuropäischen Kohle- und Kernkraftwerken ein bedeutender Wettbewerbsfaktor sein wird. Dem Handel über Strombörsen wird bisher noch geringe Bedeutung beigemessen: Gefragt, ob ihre Unternehmen an einer deutschen Strombörse teilnehmen werden, äußerten sich rund 60 Prozent der Manager negativ. Auf dem heiß umkämpften Markt der Haushaltskunden erwartet die Mehrheit der Unternehmen, dass allenfalls bis zu 20 Prozent der Kunden Interesse an einem neuen Stromlieferanten haben werden. Bei den industriellen und gewerblichen Kunden ist die erwartete Wechselbereitschaft beträchtlich höher: Im Stromsektor sind demnach rund ein Drittel der Kunden bereit, den Lieferanten zu wechseln.



Die Studie mit dem Namen "Energiewirtschaft im Umbruch - Globalisierung, Fragmentierung und Konvergenz im europäischen Markt" befasst sich außerdem mit der wachsenden Bedeutung von E-Business im Energiegeschäft, mit den zunehmenden Konzentrations- und Konsolidierungsbewegungen am Energiemarkt,
sowie der weiteren Globalisierung des Energiehandels. Weitere Informationen zu der Studie bei "PricewaterhouseCoopers".